Wir machen uns keine Illusionen, dass es aus Gründen der Finanzierung noch eine ganze Reihe von Jahren dauern wird, bis eine leistungsfähige Entlastung Remsecks vom überörtlichen Verkehr Wirklichkeit werden kann. Wie schon oft an dieser und an anderen Stellen dargestellt (vgl. hierzu auch die Beiträge im Abschnitt „Amtsblatt“ auf unseren Internet-Seiten), darf eine solche Entlastungsstraße nach unserer festen Überzeugung nur mit einer neuen Neckarquerung südlich von Aldingen –zwischen Hornbach und Hauptklärwerk Stuttgart – verlaufen, also auf der Trasse des von Regierungspräsidium geplanten Nordostringes. Pläne, eine neue Neckarquerung in unmittelbarer Nähe der bestehenden Brücke in Neckarrems zu bauen, halten wir für einen Fehler von historischer Dimension und lehnen sie mit aller Kraft ab. Wir dürfen uns nicht das Herz unserer Stadt dauerhaft vom Verkehr zerschneiden lassen!

Totgesagte leben bekanntlich länger: das beweist auch die momentane Diskussion um den Nordostring im Verkehrsausschuss in Berlin. Wir stehen im Kontakt mit mehreren Abgeordneten des Deutschen Bundestages aus der Region Stuttgart, sowohl aus einer Regierungsfraktion als auch aus der Opposition. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir über diese Kontakte bereits am 27. Mai erfahren haben, dass der Verkehrsausschuss des Bundestages am 26. Mai den Nordostring in den „Weiteren Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen hat und dabei den Zusatz „Projekt mit besonderem ökologischen Risiko“ gestrichen hat. Ein CDU-Abgeordneter hat uns per Mail mitgeteilt: „Rot-Grün hat sich immerhin einige Millimeter in die richtige Richtung bewegt“. Er hat allerdings auch unsere Einschätzung bestätigt, dass die Parteien das Thema für „Wahlkampfgeplänkel“ missbrauchen.

Die abschließende Sitzung des Verkehrsausschusses zum Bundesverkehrswegeplan ist am 16. Juni in Berlin geplant. Unsere Mindestforderung ist, dass die Trassenplanungen weitergeführt werden dürfen und damit die Grundlage für konkrete Gespräche zwischen der Stadt Remseck und ihren Nachbarn gelegt wird. Wir werden diese Forderung gegenüber den Abgeordneten aus der Regierungs- und der Oppositionsfraktion, mit denen wir in Kontakt stehen, erneut vortragen.


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