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Unsere Position zur neuen Neckarquerung

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ie Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung am 23. Januar in der Aldinger Gemeindehalle war erfreulich gut besucht. Für alle, die nicht kommen und sich unsere Meinung anhören konnten, hier ein paar Informationen. Zunächst unsere offizielle Stellungnahme, die wir gegenüber dem OB abgegeben haben und die wir in den Februar-Sitzungen der Gemeinderatsgremien nochmals begründen werden:

Wir begrüßen die Planungen des Regierungspräsidiums zum Bau einer neuen Neckarbrücke in der Variante C.1 und bitten, auf eine möglichst schnelle Realisierung der Maßnahme hinzuwirken. Eine Linienführung nach Variante E/4.3 lehnen wir ab. Der Bau der neuen Neckarquerung entspricht exakt den Zielen zur Verkehrsplanung, die der Gemeinderat mit dem Flächennutzungsplan 2015 beschlossen hat (Ziff. 4.8.2 der Erläuterungen zum FNP)

Wir schlagen vor, gemeinsam mit den Nachbarkommunen, den Landkreisen und der Region auf eine Änderung des Bundesverkehrswegeplanes mit einer „längsgeteilten Dringlichkeit“ des Nordostrings hinzuwirken. Eine Fahrbahn soll dabei in den dringlichen Bedarf, die zweite Fahrbahn in den weiteren Bedarf eingestellt werden. Der Bau einer durchgehenden einbahnigen Bundesstraße hätte zum Ergebnis, dass die Wirtschaftsräume Fellbach/Waiblingen und Kornwestheim/Ludwigsburg mit einer leistungsfähigen Straße verbunden wären. Die Gefahr, dass die jetzt vom RP geplante Brücke ein Torso mit eingeschränkter verkehrlicher Wirksamkeit bleibt, wäre so zu verhindern.

Für besonders wichtig halten wir die Fortsetzung der Planung in Richtung Kornwestheim, um die Ortslagen von Aldingen und Pattonville nicht über Gebühr zu belasten. Die besondere Bedeutung dieses Straßenabschnitts ergibt sich für uns unter Anderem aus den Planungen des Güterverkehrszentrums in Kornwestheim und den sich daraus ergebenden Schwerlastverkehr.

Wir beantragen, auf bauliche Maßnahmen an der L 1144 zwischen der Einmündung in die L 1100 und der Berliner Straße zu verzichten. Durch diesen Verzicht würde deutlich, dass Remseck den Brückenbau nur als ersten Schritt zu einer durchgehenden Straßenverbindung versteht. Außerdem hätten die momentan vorgesehenen Maßnahmen den gravierenden Nachteil, dass sie eine Verlängerung der Stadtbahn von der Haltestelle Hornbach entlang der L 1144 in Richtung Pattonville/Ludwigsburg verhindern würde. Diese Verlängerung ist aber im Flächennutzungsplan vorgesehen.

Dazu noch ein paar Anmerkungen:

Von der „längsgeteilten Dringlichkeit“ erwarten wir uns, dass innerhalb weniger Jahre eine durchgehende einbahnige Straße entsteht. Die Frage einer Erweiterung auf zwei Fahrbahnen wäre damit aus unserer Sicht für viele Jahre vom Tisch!

Was für uns nicht in Frage kommt, ist eine ausschließliche Neckarquerung in der Nähe der jetzigen Brücke bei Neckarrems und damit der Verzicht auf eine Ortsumfahrung: Wir wollen nicht, dass täglich fast 40.000 Autos durch´s Herz unserer Stadt fahren und ein Zusammenwachsen der Ortsteile verhindern! Wir wollen nicht den Fehler wiederholen, den z.B. die Stadt Ludwigsburg gemacht hat: sie hat vor rund 40 Jahren die B 27 mitten durch die Stadt gebaut und bemüht sich seit etlichen Jahren ohne Erfolg, die dadurch entstandenen Belastungen wieder los zu werden. Ähnliches soll Remseck nicht passieren!

Im Kommunalwahlkampf vor knapp zwei Jahren hat die SPD Remseck mit einer Plakataktion eine „Regionalachse“ als einbahnige Straße gefordert; auf Nachfrage wurde dem Unterzeichner erklärt, dass diese Regionalachse etwa dort verlaufen solle, wo das RP heute die Neckarquerung plant. Warum die SPD jetzt die Neckarquerung ablehnt und den Verkehr im Zentrum konzentrieren will, das haben wir bisher nicht verstanden.Wer die Regionalachse will, sollte sich unserer Position anschließen.