Aufgrund der Eindrücke vom bisherigen Wahlkampf und von den öffentlichen Kandidatenvorstellungen geben Vorstand und Fraktion der Freien Wähler die bisher geübte Zurückhaltung auf und beziehen Position zur OB-Wahl.
Die Freien Wähler in Remseck am Neckar hatten sich bereits Ende 2005 entschlossen, bei einer erneuten Kandidatur von OB Karl-Heinz Schlumberger auf die Suche nach einem weiteren Kandidaten zu verzichten. Einhellig haben damals die Fraktion und der Vorstand des Ortsverbandes die Kandidatur Schlumbergers begrüßt.
Man ist sich bei den Freien Wählern einig, dass Schlumberger in den vergangenen acht Jahren eine solide Arbeit geleistet hat, die Interessen Remsecks gut vertreten hat und dass er in der Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat ein offenes und positives Klima gepflegt hat. Die Freien Wähler würden deshalb im Interesse einer Kontinuität der Remsecker Kommunalpolitik eine Wiederwahl Schlumbergers begrüßen. „Erfahrungsgemäß ist eine einzige Amtsperiode zu kurz, um als Bürgermeister nachhaltige Arbeit zu leisten“, so der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Gerhard Waldbauer.
Die Mitbewerberin wird der Realität der Remsecker Kommunalpolitik nicht gerecht, wenn sie die Remsecker Bürgerinnen und Bürger als in weiten Teilen unzufrieden mit der Kommunalpolitik charakterisiert und wenn sie der Verwaltung zahlreiche verpasste Chancen unterstellt. Treffend ausgedrückt hat das bei der Kandidatenvorstellung in Aldingen eine Bürgerin, die sinngemäß sagte: „ Wir haben hier in Remseck in den letzten Jahren nicht geschlafen und wir warten deshalb auch nicht auf den Prinzen, der uns aus dem Dornröschenschlaf wach küsst“.
Sorgen macht den Freien Wählern die geringe Wahlbeteiligung bei OB-Wahlen in den letzten Monaten, selbst in Fällen wie in Waiblingen, wo der Amtsinhaber nicht erneut kandidiert hat. „Kommunalpolitik betrifft uns alle und ist zu wichtig, um die OB-Wahl nur einer Minderheit zu überlassen“ meint der Vorsitzende des Ortsverbandes der Freien Wähler, Jürgen Geiger, und bittet die Remsecker Bürgerinnen und Bürger, am 02. Juli möglichst zahlreich zur Wahl zu gehen.

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