Zahlreiche Bäume wurden in den letzten Jahren im Stadtgebiet von Remseck gefällt, aus den verschiedensten Gründen wurden viele von Ihnen nicht ersetzt. Wir bedauern, dass der Grün- und Freiflächenplanung in Remseck nicht die erforderliche Bedeutung beigemessen wird. Um ihrem Ruf als attraktive Wohngemeinde gerecht zu werden, muss das Thema „Grün“ für Remseck wieder an Bedeutung gewinnen.

Ein aktuelles Beispiel: Am Südende der Cannstatter Straße sollen im Zuge des Straßenausbaus am Ortseingang von Aldingen für über 60.000 Euro im Abstand von 35 Meter zwei Stadttore mit Solarelementen errichtet werden, die das Prinzip der Stahlkonstruktionen, wie sie am Remsufer in Neckarrems zu sehen sind, fortsetzen sollen. Die Fahrbahn wird an dieser Stelle auf fünf Meter verengt werden, es schließt sich ein ebenso breiter asphaltierter Gehweg an, der die stählernen Stadttore aufnehmen soll.

Wir sind der Ansicht, dass damit kein attraktiver Stadteingang geschaffen wird, sondern dass eine Bepflanzung dieser Straße mit Bäumen ein sehr viel ansprechenderes Erscheinungsbild ergeben würde.

Wir könnten uns im Gegensatz dazu eine Torsituation mit großen Bäumen sehr gut vorstellen, verbunden mit einer Aufwertung des Gehweg- und Fahrbahnbelages durch Pflaster. Die für die Stadttore eingeplante Bausumme wäre hier sicher besser angelegt.

Die Fraktion der Freien Wähler hat deshalb im Ausschuss für Umwelt und Technik den Antrag gestellt, die Ausschreibung für die Erstellung der Stadttore zurückzustellen und dem Gemeinderat zeitnah alternative Planungen in unserem Sinne aufzuzeigen. Leider hat unser Antrag im Ausschuss keine Mehrheit gefunden, aber vielleicht gelingt es ja, am nächsten Dienstag den Gemeinderat zu überzeugen.


Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels