Der Ausbau der Kleinkindbetreuung ist ein Aufgabenfeld, das für die Kommunalpolitik der nächsten Jahre eines der zentralen Themen bilden wird. Nicht zuletzt durch das Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) des Bundes sind die Gemeinden gehalten, bis 2013 die Zahl der Betreuungsplätze entsprechend dem örtlichen Bedarf auszubauen. Die Spezialisten diskutieren noch, wie sich dieser Bedarf entwickeln wird – konkret: ob eher jedes dritte oder jedes vierte Kind zwischen ein und drei Jahren einen Platz beanspruchen wird. Tatsache ist aber, dass in Remseck eine größere Zahl von Krippenplätzen neu geschaffen werden muss.

Eine erste Kleinkindgruppe, die momentan Kinder ab einem Jahr aufnimmt, wurde 2008 im Kindergarten „Im Hof“ im Ortsteil Neckarrems in Betrieb genommen. Die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler hat diese Gruppe besucht und sich von den Erzieherinnen und von der Kindergartenleiterin Petra Haas über die neuen Herausforderungen informieren lassen. Eindrucksvoll war zu erleben, wie schnell die Kleinkinder im Kindergarten integriert wurden und wie sich sowohl die „Großen“ als auch die Erzieherinnen über die neue Gruppe freuen. „Wir wussten gar nicht, was uns vorher gefehlt hat“ bringt Petra Haas die gelungene Integration der Krippe in den Kindergarten auf den Punkt.

Nichtsdestotrotz stellt die Entwicklung im Kleinkindbereich die Kommunalpolitik vor massive finanzielle Herausforderungen. Allein die Baukosten für die Schaffung von Krippenplätzen liegen nach den Planungen für den Kindergarten in Hochdorf und den Kindergarten „Lange Straße“ in Aldingen bei rund 60.000 Euro je Platz. Hinzu kommen deutlich steigende Kosten für den Betrieb der Einrichtungen und für das Personal.


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