Vier Remsecker Unternehmen und dem allgemeinen Konjunkturaufschwung ist es zu verdanken, dass Kämmerer Siegmar Kellert dem Gemeinderat im zweiten Finanzzwischenbericht 2010 Erfreuliches berichten konnte. Insgesamt hat sich der Verwaltungshaushalt um rund 2, 4 Mio. Euro verbessert. Je rund eine Million ist dabei Gewerbesteuerzahlungen der erwähnten vier Unternehmen und höheren Steuerzuweisungen vom Bund zu verdanken; die höhere Gewerbesteuer ist allerdings ein Einmal-Effekt, der sich 2011 nicht wiederholen wird.

Nach dem zweiten Finanzzwischenbericht stellt sich der Haushalt 2010 freundlicher dar als geplant

In der Konsequenz bedeutet dies erfreulicherweise, dass wir statt einer geplanten Negativzuführung jetzt doch eine positive Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt in Höhe von rund 1,3 Mio Euro haben werden. Anders ausgedrückt: aus dem laufenden Verwaltungsgeschäft bleiben 1,3 Millionen für Zins- und Tilgungszahlungen bzw. für Investitionen. Das Sparbuch der Stadt, die Allgemeine Rücklage, kann durch diese positive Entwicklung auf einem Stand von 4.2 Mio Euro gehalten werden.

Dieser erfreuliche Zwischenbericht darf jedoch für den Gemeinderat kein Grund sein, vom bisherigen Spar- und Konsolidierungskurs abzuweichen. Die Prognosen für 2011 gehen nämlich davon aus, dass – abhängig von den Steuerzuweisungen des Bundes – eine negative Zuführung zwischen 0,6 und 1,5 Mio Euro zu erwarten ist; wir werden wohl im laufenden Geschäft mehr ausgeben müssen als wir einnehmen und deshalb an die Rücklage gehen müssen. Ein Grund dafür ist, dass der Ausbau der Kinderbetreuung neben steigenden Investitions- und Sachkosten laufend mehr Personal erfordert, allein 2011 mit neuen Kosten von mehreren hunderttausend Euro.


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