Gemeinsame Pressemitteilung der Gemeinderatsfraktionen der Freien Wähler aus Ludwigsburg, Waiblingen und Remseck am Neckar

Bei einem kürzlichen kommunalpolitischen Meinungsaustausch haben sich die Stadträte und Vertreter der Ortsverbände aus Ludwigsburg, Remseck und Waiblingen (Demokratische Freie Bürger) für die Unterstützung des Projekts Stuttgart 21 ausgesprochen. Die Freien Wähler wollen sich für eine Versachlichung der Debatte einsetzen und die verunsicherten Bürgerinnen und Bürger durch Argumente überzeugen.

In einer gemeinsamen Erklärung der Freien Wähler aus Ludwigsburg, Remseck und Waiblingen bringen die Kommunalpolitiker zum Ausdruck, dass dieses verkehrliche und städtebauliche Zukunftsprojekt für unsere Region von enormer Bedeutung ist. Es stärkt den Wirtschaftsstandort Stuttgart, sichert Wachstum und Beschäftigung. Das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm eröffnet langfristige Chancen für die Menschen, die heute und in Zukunft in unserer Region leben. Bessere Erreichbarkeit und die Einbindung in das Europäische Schnellbahnschienennetz bringen der Region Stuttgart und 179 Städten und Gemeinden eine neue Zentralität.

Die Freien Wähler weisen in ihrer Erklärung auch auf die unmittelbaren Vorteile für die Mobilität der Menschen in unserer Region hin. Für Ludwigsburg bestehen dann attraktive, umsteigefreie Verbindungen nach Reutlingen/Tübingen (Richtung Flughafen), Esslingen oder Ulm. Auch hierbei ergeben sich durchweg interessante Reisezeitverkürzungen, so halbiert sich die Fahrzeit von Ludwigsburg nach Esslingen von heute 30 Minuten auf künftig 16 Minuten. Dieselben Argumente gelten für den Rems-Murr Kreis. So wird sich z.B. die Fahrzeit von Waiblingen zum Flughafen von 42 Minuten auf 25 Minuten verkürzen und die Verbindungen nach Göppingen oder Tübingen werden ebenfalls schneller und umsteigefrei sein. So können in der Metropolregion Stuttgart die Zentren besser miteinander vernetzt werden.

Nicht zuletzt ist Stuttgart 21 ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich geboten. Es verlagert den Verkehr von der Straße und aus der Luft auf die Schiene. Es hält den Wirtschaftsstandort Region Stuttgart wettbewerbsfähig und schafft tausende neue Arbeitsplätze, bringt Kaufkraft und hat eine hohe Wertschöpfung. In der Landeshauptstadt werden 100 Hektar versiegelte Fläche gewonnen für Wohnraum, Park, Grünanlagen und öffentliche Plätze.

Abschließend betonen die Freien Wähler auch die demokratische Legitimation des Projekts Stuttgart 21. Der Umbau des Hauptbahnhofes und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist über 15 Jahre in allen demokratischen Gremien öffentlich behandelt worden und wurde mit klaren Mehrheiten angenommen. Die vielen von den Gegnern angestrengten Prozesse gegen das Projekt führten erneut zu einer rechtskräftigen Bestätigung von Stuttgart 21.

Die Freien Wähler appellieren an die Gegner von Stuttgart 21, sich weiterhin auf den begonnen sachlichen Dialog einzulassen, der die bestehende Beschlüsse und die juristisch bestätigten Pläne respektiert. Es ist positiv hervorzuheben, dass sich die Gegner auf den Prozess der Schlichtung einlassen. Die Freien Wähler wollen auch die Bahn und die Projektträger in die Pflicht nehmen, damit diese dort nachbessern, wo sich sinnvolle Ergänzungen ergeben, ohne das Projekt im Grundsatz in Frage zu stellen. Sie wünschen dem Moderationsprozess einen guten Verlauf und hoffen auf eine Befriedigung der Stimmung, die nicht mehr in eine Eskalation wie am 30.09.2010 führen darf.

Innovation setzt Veränderung voraus. Nur wer bereit ist, Neues zu wagen, kann die Gegenwart sichern und die Zukunft gestalten.


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