Am nächsten Freitag und am Samstag tagt das Preisgericht, um die 33 eingereichten städtebaulichen Entwürfe zum Ideenwettbewerb „Neue Mitte Remseck“ zu begutachten und zu bewerten. Ab Montag 19.09.11 hat die Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Arbeiten in der Gemeindehalle Aldingen zu besichtigen und sich eine Meinung zu bilden. Wir hoffen, dass sich möglichst viele Menschen aus allen Altersgruppen aktiv in die sich daran anschließende Bürgerbeteiligung einbringen werden.

Eine der spannendsten Fragen: was sagen die Stadtplaner zur Verträglichkeit der Neuen Mitte mit dem überregionalen Verkehr?

Neben Fragen des Städtebaus, der Grünplanung und der Unterbringung öffentlicher Nutzungen ist besonders die Frage spannend, welche Gedanken und Konzepte die Planer zum Spannungsfeld Stadtentwicklung in der Neuen Mitte und überregionaler Straßenverkehr auf´s Papier gebracht haben. Erinnern wir uns: Momentan queren an der Stelle, wo die Neue Mitte entstehen soll, täglich fast 32.000 Fahrzeuge – davon 3.600 Lkw – den Neckar.

Für mehr als blauäugig halten wir Freien Wähler das, was unsere Remsecker Grünen seit Jahren gebetsmühlenhaft wiederholen: dass die so genannte Billinger-Brücke Abhilfe schaffen kann. Im Bericht der LKZ vom 30.08.11 werden die Grünen hier mit zwei Argumenten zitiert, die, wenn sie so genannt wurden, entscheidende Fakten außer Acht lassen. Eine neue Neckarquerung kann nämlich nicht „genau auf der halben Strecke zwischen Aldingen und Neckargröningen“ über den Fluss führen, weil nämlich dort der Regionalplan eine Grünzäsur ausweist und die Fläche deshalb für Planungen jedweder Art tabu ist. Und auch der Vorschlag, nach Bau der Billinger-Brücke die Remstalstraße für den LkW-Verkehr zu sperren, ist völlig unrealistisch, so lange man nicht dem LkW-Verkehr sinnvolle Alternativen anbieten kann.

Wir Freien Wähler sind nach wie vor überzeugt, dass nur eine neue Neckarquerung südlich von Aldingen (Andriof-Brücke) und deren direkte Anbindung an die Bundesstraßen im Osten und im Westen Remseck die notwendige Entlastung vom überörtlichen Verkehr bringen kann. Dafür setzen wir uns weiter ein, auch wenn eine Realisierung unter der neuen Landesregierung schwieriger geworden ist.


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