Grüne und Freie Wähler in Remseck werden sich beim Thema Brücken einfach nicht einig! Das gilt sowohl für die (wichtige) Neckarquerung für den überörtlichen Verkehr als auch für den (deutlich weniger wichtigen) Oberen Steg über die Rems.

Im letzten Amtsblatt fragen die Grünen die Bürgermeinung zu einer Steinbrücke als Ersatz für den maroden Remssteg ab. Unsere Meinung: eine Schnapsidee! Gerne begründen wir das auch.

Der Obere Steg war noch nie eine Brücke für den Fahrverkehr, sondern eben immer nur ein Steg, anders als die historische Brücke zwischen Hirsch und Ochsen in Neckarrems. Erstmalig war der Steg 1686 im Kieser´schen Forstkartenwerk verzeichnet. Nachdem dann der 1935 erbaute Holzsteg im Jahr 1950 durch einen umstürzenden Baum zerstört wurde, hat die Gemeinde Remseck 1986 den heutigen Steg erbaut. Er ist unbestritten für Radfahrer und Fußgänger eine wichtige Querungsmöglichkeit über die Rems und wird mit Blick auf die Landesgartenschau im Remstal 2019 noch wichtiger werden.

Der „Obere Steg“, eine Holzbinderkonstruktion aus 1986

Der „Obere Steg“, eine Holzbinderkonstruktion aus 1986


Der heutige Steg ist marode, und nachdem die Reparatur 100.000 Euro kosten würde, hat der Gemeinderat alternative Vorentwürfe für eine Holz/Beton- und für eine Stahlkonstruktion beauftragt. Wir Freie Wähler werden neben der Optik der Entwürfe auch auf die voraussichtliche Lebensdauer und die Kosten der Ersatzlösung achten. Dass die „grüne“ Steinbrücke die teuerste aller Lösungen wäre, ist auch für Laien leicht erkennbar.

Dass sich aber die ins Foto der Grünen montierte Steinbrücke aus hydraulischen Gründen von selbst verbieten wird, ist für uns auch klar. Wie sollten denn die recht häufig auftretenden Hochwasser der Rems diese Brücke passieren?


Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels
 


Kommentar schreiben

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.


Kommentar