Im Amtsblattartikel der FDP Remseck vom 13.12.12 wird die Position der Freien Wähler zu einem Windrad am Hochberger Wasserturm als „scheinheilig“ bezeichnet. Hier nochmals ein Auszug aus unserem entsprechenden Beitrag im Amtsblatt (auch nachzulesen auf unserer Website):

„Unbestreitbar wichtig ist es, dass für die Stromversorgung in Deutschland die Windkraft ausgebaut werden muss, aber bitte vorrangig dort, wo dauerhaft starker Wind weht und die Anlagen deshalb auch sehr wirtschaftlich sind. Eine Windgeschwindigkeit von 5,25 bis 5,5m/sec in 100 Metern Höhe, wie am Standort WN-23 prognostiziert, liegt deutlich am unteren Grenzbereich der Wirtschaftlichkeit. Windräder gehören an die Nord- und die Ostsee, wo die Energieausbeute groß ist. Zwingend notwendig ist es dann aber, schnell Leitungstrassen für den Stromtransport in die Industriezentren der Republik zu bauen und daneben Speicherungsmöglichkeiten zu schaffen….“. Mit dieser Argumentation haben wir den Standort am Hochberger Wald abgelehnt.

Über die Wirtschaftlichkeit der Energieausbeute von Windrädern in unseren Breiten wird sehr kontrovers diskutiert


Die FDP argumentiert im genannten Amtsblattartikel u.a.: „.. selbst wenn ein Windkraftgebiet an dieser Stelle ausgewiesen würde, wäre es wegen der Windhöffigkeit am unteren Rand nicht sehr renditeträchtig und damit ist die Aufstellung eines Windrades unwahrscheinlich. Mit der Ausweisung dieser markungsübergreifenden Zone wäre das Thema auf dem Rest der Remsecker Gemarkung aber rechtssicher „gegessen““. Sie will also offenkundig kein Windrad in Remseck, ist aber für die Ausweisung des Standortes am Hochberger Wald.

Und was ist nun scheinheilig? Eine der zahlreichen Definitionen sagt, es sei das Ablegen von Lippenbekenntnissen, wenn man tatsächlich aber anderer Meinung sei.


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