Zu ihrem regelmäßigen kommunalpolitischen Meinungsaustausch trafen sich die Freien Wähler aus Ludwigsburg, Waiblingen und Remseck am Neckar Anfang März im Ludwigsburger Rathaus. Neben der Zusammenarbeit der Städte auf dem Gebiet der Energieversorgung, die durch die jüngst erfolgte Vergabe der Remsecker Stromkonzession an die Stadtwerke Waiblingen begonnen hat, standen wie nicht anders zu erwarten Fragen des Verkehrs und der damit verbundenen Schadstoff- und Lärmbelastungen im Zentrum des Gesprächs.

Helga Schneller, stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Ludwigsburger Gemeinderat, verwies auf die Rüge, welche die EU-Kommission der Landesregierung erteilt hat, weil sie mit den Maßnahmen der Luftreinhaltung auch im Ballungsraum Stuttgart in Verzug ist und forderte einmal mehr: „Nur durch den Bau der Nord-Ost-Umfahrung Stuttgart ist eine durchgreifende Verbesserung bei Lärm- und Schadstoff-Emissionen in unseren drei Städten zu erwarten“. Andreas Hesky, Oberbürgermeister von Waiblingen und Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler in der Regionalversammlung, unterstrich diese Forderung mit der dringenden Notwendigkeit, für die Wirtschaft in unserem Raum ein tragfähiges Straßennetz zu entwickeln. „Die Verbindung der Wirtschaftsräume Waiblingen/Fellbach einerseits und Ludwigsburg/Kornwestheim andererseits durch eine leistungsfähige Straße ist dringend notwendig“, so OB Hesky.

Dass auch für die Stadt Remseck am Neckar diese Forderung von zentraler Bedeutung ist, unterstrich der Erste Bürgermeister Remsecks, Karl-Heinz Balzer, mit dem Hinweis auf die geplante Entwicklung der Neuen Mitte Remsecks als zentrales städtebauliches Thema der nächsten Generation. „Auch die im letzten Herbst vom Land veranlassten Verkehrszählungen werden belegen, dass insbesondere der weit überdurchschnittliche Schwerlastverkehr auf der Neckarbrücke sich nicht mit unseren Planungen verträgt“ stellte EBM Balzer klar.

Einvernehmen bestand auch bei der Frage der Stadtbahnverlängerung von Remseck-Aldingen über Pattonville zum Bahnhof Ludwigsburg. Die Ergebnisse der vom Landkreis beauftragten neuerlichen Wirtschaftlichkeitsberechnung stehen zwar noch aus, aber der als Gast anwesende Ludwigsburger Baubürgermeister Hans Schmid skizzierte Trassen-Varianten im Ludwigsburger Stadtgebiet, die die Chance haben, im Ludwigsburger Gemeinderat Mehrheiten zu finden.

Ein Thema, das die drei Städte in Zukunft miteinander gestalten wollen, ist die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Energieversorgung. Nachdem der Remsecker Gemeinderat vor wenigen Wochen die Konzession für die Stromversorgung in der Stadt an die Stadtwerke Waiblingen vergeben hat und diese die Aufgabe in Kooperation mit den Stadtwerken Ludwigsburg/Kornwestheim in Angriff nehmen wollen, ist die Basis dafür gelegt. Der Remsecker Freie Wähler-Fraktionsvorsitzende Gerhard Waldbauer dazu: „Wir stehen am Beginn einer beispielhaften interkommunalen Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg“.


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