Mit zwei Vertretern und einer Vertreterin der am Neckarremser Schlossberg gebildeten Bürgerinitiative, die sich gegen den Bau der so genannten Westrandbrücke richtet, hat die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler Remseck ein ausführliches Gespräch geführt. Die Initiative hat ihre Sorgen und Befürchtungen für Umwelt und Anwohner vorgetragen. Sie lehnt den Bau einer Westrandbrücke grundsätzlich ab und plädiert stattdessen für eine außerörtliche Umfahrungsstraße.

Die Forderung nach einer Verlagerung des überörtlichen Verkehrs auf eine Trasse südlich von Aldingen (Nord-Ost-Umfahrung Stuttgart) teilen wir im Grundsatz. Allerdings müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass dies momentan in der Landespolitik nicht durchsetzbar ist. Da wir aber als zentrales Element der Stadtentwicklung in Remseck die Neue Mitte sehen und fördern wollen, gilt es, sich mit der von der Landesregierung unterstützten Westrandbrücke auseinander zu setzen.

Am westlichen Rand soll die Neue Mitte von der verlegten Landesstraße (Westrandstraße) und einer Brücke über den Neckar (Westrandbrücke) begrenzt werden; das Bild zeigt das Modell des Siegerentwurfes aus dem Ideenwettbewerb.

Am westlichen Rand soll die Neue Mitte von der verlegten Landesstraße (Westrandstraße) und einer Brücke über den Neckar (Westrandbrücke) begrenzt werden; das Bild zeigt das Modell des Siegerentwurfes aus dem Ideenwettbewerb.

Wir Freien Wähler haben unsere Position zur Westrandbrücke im letzten Sommer wie folgt formuliert: “Eine Westrandbrücke löst nicht grundsätzlich die Remsecker Verkehrsprobleme, deshalb setzen wir uns für den Verbleib der Nord-Ost-Umfahrung Stuttgart im Bundesverkehrswegeplan ein. Wir akzeptieren eine Westrandbrücke als Ersatz für die jetzige Neckarquerung, sie erlaubt uns auch die gewollte städtebauliche Entwicklung einer Neuen Mitte. Wir fordern aber, dass die Westrandbrücke eine Baumaßnahme im Straßenbauprogramm des Landes wird, an der sich die Stadt entsprechend den sich für sie ergebenden Vorteilen beteiligt.“

Diese Position haben wir auch den Vertretern der Schlossberg-Initiative erläutert. Gemeinsam waren wir der Meinung, dass jetzt zunächst einmal Straßenplaner den konkreten Entwurf für eine Westrandstraße bzw. -brücke ausarbeiten und die begleitenden Lärmschutzmaßnahmen darstellen müssen. Auf der Grundlage solch konkreter Pläne werden wir dann die Diskussion fortsetzen.


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Kommentar



Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wohnen seit Anfang 1972 in Neckarrems und sehen – wie viele tatenlos zu – wie dieser Ort verkommt. Verkommt an Geschäften, an Ärzten, an Grünflächen und schließlich erstickt im Verkehr.
Seit Jahren muß man dieses nicht enden wollende Gezerfe um Brücken-Neubauten und Verkehrsverlagerungen über sich ergehen lassen, weil so genannte „Oberbürgermeister“ dieser „Weltstadt“ sich über endlose Diskussionen hervortun wollten.
Einzig ein Bürgermeister – namens Kuhn – hat dieser kleinen Stadt mit Umgehungsstraßen und Holzbrücken Gutes getan. Daran mußten sich alle jene „Größen“ der Gemeinde messen lassen. Sie haben außer Geschwätz nichts zustande gebracht. Weder einen Tunnel durch Hochberg, noch das Verkehrsproblem nachhaltig in den letzten 20 Jahren beseitigt.
Es ist ein Brückenmonster, welches den von Ludwigsburg und Stuttgart kommenden Verkehr gerade auf eine Fellbacher Straße führt, die schon heute insbesondere Freitags ab 15 Uhr hoffnungslos überfordert ist. Was soll also diese mit einem „1.Preis versehende Lösung“?? Ein Schwachsinn sonders gleichen!!
Mit freundlichen Grüßen
T.Albers