Mit der Inbetriebnahme der beiden Druckleitungen unter dem Neckar, durch den nun die Abwässer der Ortsteile Hochberg und Neckarrems unter dem Neckar hindurch nach Neckargröningen gepumpt werden, wurde die Kläranlage Neckarrems nach fast 50 Jahren außer Betrieb genommen. Damit wird auch bald die Rohrbrücke über den Neckar entbehrlich, über die seither die Neckargröninger Abwässer zur Kläranlage Neckarrems gepumpt wurden; benötigt wird die Rohrbrücke allerdings noch einige Jahre lang von der Landeswasserversorgung, bis die dort ebenfalls verlegten Frischwasser-Leitungen auch unter den Neckar verlegt sind.

Stadträtin Isabel Eisterhues inspiziert eine der drei Pumpen im neuen Pumpwerk Neckarrems

Stadträtin Isabel Eisterhues inspiziert eine der drei Pumpen im neuen Pumpwerk Neckarrems

Ab Neckargröningen wird das Abwasser dann – zusammen mit dem Abwasser aus diesem Ortsteil, zum früheren Kläranlagengelände in Aldingen (heute Standort des Hauses der Feuerwehr) gepumpt, von wo es seinen Weg weiter zum Hauptklärwerk nach Stuttgart-Mühlhausen nimmt. Die dafür notwendigen Leitungen wurden bereits 1999 zusammen mit dem Anschluss von Aldingen an das Stuttgarter Klärwerk verlegt.

Damit hat die Stadt Remseck kein eigenes Klärwerk mehr in Betrieb, da bekanntlich das Abwasser aus Hochdorf in die Kläranlage Ludwigsburg-Poppenweiler geleitet und das Abwasser aus Pattonville in der Kornwestheimer Kläranlage gereinigt wird. Trotz der Kosten in Höhe von 5 Mio Euro (abzüglich eine Mio Euro Landeszuschuss) ist die Einleitung nach Stuttgart für Remseck mittelfristig wirtschaftlicher als der Weiterbetrieb einer eigenen Anlage. Dazu kommen die ökologischen Vorteile, die sich durch die Nutzung eines Großklärwerkes ergeben, das ständig auf dem letzten Stand der Technik gehalten wird.

Vor 50 Jahren hat er als Praktikant an den Plänen der Rohrbrücke mitgearbeitet: Fraktionsvorsitzender Gerhard Waldbauer

Vor 50 Jahren hat er als Praktikant an den Plänen der Rohrbrücke mitgearbeitet: Fraktionsvorsitzender Gerhard Waldbauer


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