In den letzten Tagen und Wochen wurde überwiegend negativ über den städtischen Zuschuss für den Verein „Sportvereine in Remseck e.V.“, abgekürzt SVR, berichtet .

Besonders hervorgetan haben sich mit ihrer Kritik die Gemeinderatsfraktionen von SPD und FDP. Aber auch der frühere SPD-Stadtrat und Funktionär des SGV Hochdorf, Horst-Walter Schäfer sowie der Vorsitzende des SKV Hochberg, Tim Eckert, haben sich kritisch zur finanziellen Förderung des SVR durch die Stadt geäußert.

„Ratsentscheidung sorgt für mächtig Wirbel“ hat dann auch die LKZ am 29.05.15 einen ganzseitigen Bericht zu dem Thema überschrieben. Leider kamen in dem Bericht nur die oben genannten Kritiker, nicht aber die Stadtverwaltung oder Vertreter der Fraktionen zu Wort, die dem Zuschuss zugestimmt hatten; das waren die Stadträtinnen und Stadträte von CDU, Grünen und Freien Wählern.

Wir Freien Wähler sind überzeugt, dass es höchste Zeit ist, nach dem Scheitern des Stadtverbandes für Sport, der vor über zehn Jahren aus der Sportentwicklungsplanung der Stadt hervorgegangen ist, möglichst schnell eine neue Struktur festzulegen. SPD und FDP hätten das Thema gerne noch weiter diskutiert, unserer Meinung nach sind aber genügend Gespräche, Sitzungen und Klausuren zu dem Thema abgehalten worden: wir wollten jetzt Fakten schaffen und Taten sehen!

In Gesprächen mit dem Vorstand des SVR haben wir uns überzeugt, dass dort Persönlichkeiten in der Verantwortung sind, die im Beruf und im sportlichen Ehrenamt bewiesen haben, dass sie die Gewähr für eine erfolgreiche Arbeit des SVR bieten und die deshalb unser volles Vertrauen haben. Dies gilt ebenso für den hauptamtlich angestellten Geschäftsführer des Vereins.

Die Aktivitäten des SVR für seine Mitgliedsvereine (steuerliche Beratung, evtl. Mitgliederverwaltung usw.) sind wohl für die Vereine wichtig, aus kommunalpolitischer Sicht aber nachgeordnet, deshalb wollen wir diese auch gar nicht bewerten. Wichtig für die Stadt und deshalb förderfähig ist das Engagement des Vereines in der Zusammenarbeit mit den Kindergärten und Schulen sowie die vereinsübergreifenden Angebote vom Kinder- bis hin zum Gesundheits- und Präventionssport. Gerade zusätzliche Sportangebote in den Schulen sind mit Blick auf die kommende Ganztagesschule extrem wichtig; der Verein hat sich verpflichtet, mindestens 20 Bewegungsangebote pro Schuljahr an Remsecker Schulen zu machen. Und er wird zusammen mit der Verwaltung Vorschläge machen, wie eine Mini- Kindersportschule in Remseck entwickelt werden könnte.

Natürlich hätte die Stadt Personal einstellen und diese Aufgaben selbst bearbeiten können (das wäre wohl der SPD am liebsten gewesen), wir sind aber fest überzeugt, dass die Aufgaben zusammen mit dem SVR flexibler und qualitativ besser erledigt werden. Deshalb haben wir der Förderung des Vereins mit 30,5 T€ in diesem und je 50 T€ in den beiden Folgejahren zugestimmt. Wir sind sicher, dass die Erledigung durch städtisches Personal teurer geworden wäre.

Wichtig ist uns natürlich, dass Ende 2016 eine offene und umfassende Bewertung der Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, SVR, Schulen, Kindergärten und den anderen Vereinen erfolgt. Dann können die Weichen nach der jetzt beginnenden Probephase für eine längere Frist gestellt werden.


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