Der Gemeinderat hat in seiner Juni-Sitzung dem von unserem langjährigen Stadtplaner, Hr. Prof. Schwinge, entwickelten Vorentwurf des Bebauungsplanes für das Gebiet „Haldenstraße/August-Lämmle-Straße“ in Hochberg zugestimmt und eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit eingeleitet.

Hintergrund für die Aufstellung eines Bebauungsplanes ist zum einen, dass in diesem relativ kleinen Gebiet bislang 9 unterschiedliche Bebauungspläne gelten, die überwiegend aus den 50-er und 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammen und kaum mehr als Baulinien und Bauverbotszonen beinhalteten. Zum anderen handelt es sich dabei um ein Gebiet, welches aufgrund seiner Hanglage schon von weitem sichtbar ist und daher quasi ein „Aushängeschild“ für Remseck darstellt.

Ziel des Bebauungsplanes ist es, den Charakter des vorliegenden Plangebietes als ruhiges, großzügig angelegtes Wohngebiet zu erhalten und angemessen weiterzuentwickeln. Die Stadt Remseck hat sich schon vor Jahren, im Zuge der Entwicklung des Flächennutzungsplanes dazu entschlossen, der Innenentwicklung Vorrang vor einer flächenverbrauchenden Außenentwicklung zu geben. Dies bedeutet, dass bei einem neuen Bebauungsplan auch eine angemessene Nachverdichtung möglich sein muss. Mit einer maximal möglichen Nachverdichtung von knapp 20 % ist dies unseres Erachtens hier sehr gut gelungen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass diese Nachverdichtung tatsächlich nur dann erreicht wird, wenn nahezu alle Flächen in diesem Gebiet verändert werden. Der Bebauungsplan bietet daher Optionen für die Zukunft und die nächste Generation.

So nimmt man die Bebauung an der Haldenstraße aus der Ferne wahr

So nimmt man die Bebauung an der Haldenstraße aus der Ferne wahr

Durch die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, im Rahmen der Informationsveranstaltung der Verwaltung am 06.07.2015 und in Gesprächen der Fraktion mit betroffenen Bürgern, ergaben sich aus unserer Sicht einige Unklarheiten, die im gemeinsamen Interesse der Bürger und der Verwaltung noch zu klären sind.

Die Fraktion der Freien Wähler hat aus diesen Eindrücken heraus bei der Verwaltung angeregt, südwestlich der Haldenstraße (d.h. talwärts) zusätzlich eine maximale Gebäudelänge festzusetzen, um lange „Gebäuderiegel“ zu verhindern. Zudem sollte die im Bebauungsplan festgesetzte Begrenzung der Zahl, der von der Talseite „in Erscheinung tretenden“ Geschosse näher definiert werden, da hier nach unserer Auffassung viel Interpretationsspielraum besteht. Beide Aspekte können die optische Erscheinung des Gebietes – insbesondere auch in der Fernwirkung – stören.

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit endet am 05.08.2015. Der Vorentwurf wird dann zu einem Entwurf weiterentwickelt, der dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt werden wird, voraussichtlich im Herbst. Dieser Entwurf wird sodann erneut zur Einsichtnahme ausgelegt. Anfang nächsten Jahres soll der Bebauungsplan im Gemeinderat verabschiedet werden.


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