Unter Leitung von Frau Forstdirektorin Gmelin und Herrn Revierförster Walz sowie Herrn Erstem Bürgermeister Balzer hatte der Gemeinderat nach mehrjähriger Pause in diesem Sommer wieder die Gelegenheit zu einem Waldbegang, der in der einzigen geschlossenen Gemeindewald-Fläche Remsecks im Rappenhau in Neckarrems stattfand. Begleitet wurde die Besichtigung auch vom Jagdpächter-Ehepaar Maurer.  

Die Zahl der angesprochenen Themen war groß. Von der Fällung einer großen Eiche mit Pilzbefall im Wurzelbereich aus Gründen der Verkehrssicherung bis zur Aufforstung einer kleineren Kahlschlagsfläche mit Eichen und Buchen sowie über Themen wie Eschentriebsterben und Eichenprozessionsspinner wurde diskutiert.

Frau Gmelin nutzte die Gelegenheit auch, um über den geplanten Holzeinschlag im Staatswald in Hochberg zu informieren. Nachdem im letzten Winter ein Teil des Einschlags wegen Diskussionen mit einer Bürgerinitiative und aus Witterungsgründen ausgesetzt wurde, soll er im kommenden Winter bei passender Witterung planmäßig nachgeholt werden.

In einer Frage der Freie Wähler-Fraktion ging es um den Zeitpunkt der ersten Pflegemaßnahmen im Jungbestand der 2009 aufgeforsteten Fläche im Regental. Revierförster Simon Walz konnte berichten, dass der Holzbestand dort sich „prächtig entwickelt“ habe und in einem optimalen Zustand sei. Mit Pflegemaßnahmen, also dem Ausdünnen des Baumbestandes, wolle man noch einige Jahre zuwarten. Durch die momentane Dichte des Bestandes werde das gewünschte Wachstum der Eichen und Buchen in die Höhe gefördert, ein zu frühes Auslichten führe zur jetzt noch nicht gewollten Verbreiterung der Kronen.

Der aufmerksame Besucher kann bei der Aufforstungsfläche im Regental bereits jetzt, nur sieben Jahre nach der Pflanzung, den klassischen Aufbau eines Waldrandes erkennen. Beginnend mit Sträuchern wie Weißdorn der Hartriegel über kleiner bleibende Baumarten wie Feldahorn hin zu den hoch wachsenden Baumarten Eiche und Buche.

Der klassische Aufbau eines Waldrandes ist im Regental nach sieben Jahren bereits zu erkennen

Der klassische Aufbau eines Waldrandes ist im Regental nach sieben Jahren bereits zu erkennen

Zur Erinnerung: ursprünglich sollte auf der damals landwirtschaftlich genutzten Fläche im Regental eine Streuobstwiese angelegt werden. Dies war als naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme für den Bau des Stadtbahn-Betriebshofes vereinbart worden. Auf Initiative der Freien Wähler wurde dann nach zähen Diskussionen mit der Naturschutzverwaltung statt der Pflanzung von Obstbäumen eine reguläre Aufforstung mit einem Laubmischwald realisiert.

Wenn wir heute nach nur sieben Jahren die Entwicklung des Wäldchens im Regental anschauen, sehen wir uns in unserer damaligen Initiative mehr als bestätigt.

Hier eine kleine Bilderstrecke vom Waldbegang und von der Aufforstungsfläche im Regental.


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