Die Freie Wähler-Gemeinderatsfraktion freut sich sehr, dass das Regierungspräsidium nun nach jahrelangen Bemühungen seitens der Stadtverwaltung und des Gemeinderats den Luftreinhalteplan vorgelegt hat, der am 01.01.2017 in Kraft treten soll. Nachdem das Land sich mehrfach geweigert hatte, Schadstoffmessungen in der Remstalstraße in Neckarrems und in der Hauptstraße in Hochberg durchzuführen, hat unsere Fraktion Anfang 2012 erfolgreich beantragt, die hierfür erforderlichen Kosten in Höhe von 50.000 Euro durch die Stadt zu tragen. Der Aufwand hat sich gelohnt!

Die über das Jahr 2013 durchgeführten Messungen haben die erwarteten Grenzwertüberschreitungen bei den Luftschadstoffen ergeben. Der Luftreinhalteplan sieht nun neben der Aufnahme Remsecks in die Umweltzone die Sperrung der beiden genannten Straßen für Lkw schwerer als 7,5 Tonnen fest – in der Remstalstraße zunächst befristet für ein Jahr.

Ab Anfang 2017 werden solche Schilder den schweren Lkw-Verkehr an der Durchfahrt durch zwei stark belastete Straßen hindern

Ab Anfang 2017 werden solche Schilder den schweren Lkw-Verkehr an der Durchfahrt durch zwei stark belastete Straßen hindern

Welche Folgerungen ziehen wir aus diesen geplanten und von uns gut geheißenen Lkw-Durchfahrverboten?

  • Unser Bemühen muss sein, auch das Durchfahrverbot in Neckarrems unbefristet auszusprechen. Wir meinen, dass die Befristung eine Konzession an die Nachbarstädte Fellbach und Waiblingen ist, die das Lkw-Durchfahrverbot gerne ganz verhindert hätten.
  • Wir müssen durch objektive Zählungen feststellen, wieviel Lkw-Verkehr nach Hochdorf verlagert. Und wir müssen dort geeignete Maßnahmen der Verkehrssicherung treffen, beispielsweise eine Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeit in der Bittenfelder und der Poppenweiler Straße.
  • Aber wir müssen auch in größerem Zusammenhang denken. Es ist keine dauerhaft vertretbare Lösung, durch das Durchfahrverbot eine große Zahl schwerer Lkw auf die dafür denkbar ungeeignete L 1197 entlang des Schlossbergs und vorbei am Tennhof in Richtung Fellbach oder Waiblingen zu schicken. Aus unserer Sicht erhöht das Lkw-Fahrverbot den Druck zur Planung einer Nordostumfahrung Stuttgarts, die in der Lage ist, den überörtlichen Lkw-Verkehr komplett aus dem Zentrum unserer Stadt herauszuhalten.

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