Bereits Ende Januar 2016 hatten sich die Freien Wähler mit einem Brief an Landrat Dr. Rainer Haas, OB Werner Spec und den Vorstandssprecher der SSB, Wolfgang Arnold gewandt. Sie hatten sich gemeinsam für eine Verlängerung der SSB-Linie als Hochflursystem von Remseck-Aldingen über Pattonville zum Bahnhof Ludwigsburg und für die Weiterführung über Möglingen nach Markgröningen ausgesprochen; auch für die Prüfung von Trassen-Varianten und die Betrachtung technischer Alternativen hatten sie sich offen gezeigt.

Unterzeichnet war das Freie Wähler-Schreiben vom Vorsitzenden der Kreistagsfraktion, Rainer Gessler, sowie von den Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen Reinhardt Weiss (Ludwigsburg), Gerhard Waldbauer (Remseck), Matthias Reutter (Markgröningen) und Rainer Blank (Möglingen). Das Schreiben mündete in den Vorschlag, in einer größeren Informationsveranstaltung die Öffentlichkeit über das für den Landkreis bedeutende Projekt zu informieren.

Stadtbahn nach Markgröningen; bisher nur in der Fotomontage.

Stadtbahn nach Markgröningen; bisher nur in der Fotomontage.

Bereits Mitte Februar kam eine positive Rückmeldung des Ludwigsburger OB Werner Spec nach Abstimmung mit dem Landrat und dem SSB-Vorstand. Allerdings wolle man zunächst noch Überlegungen und Untersuchungen zu den Alternativen einer Hochflurbahn – insbesondere das System Bus Rapid Transit (BRT) – näher betrachten und danach unter der Federführung der Stadt Ludwigsburg die von den Freien Wählern vorgeschlagene Veranstaltung durchführen. Aus verschiedenen Veröffentlichungen ist bekannt, dass die Stadt Ludwigsburg im Frühjahr entsprechende umfangreiche Untersuchungsaufträge an Ingenieurbüros vergeben hat. Und das Landratsamt hat zwischenzeitlich bei der Bundesregierung die finanzielle Förderung des Projekts beantragt.

Die Informationsveranstaltung ist zwischenzeitlich terminiert: sie wird am Mittwoch, 12. Oktober 2016 um 19:00 Uhr im Reithaus in Ludwigsburg, Königsallee 43 stattfinden. Sie ist als öffentliche Veranstaltung geplant, so dass sich neben den Mandatsträgern im Kreis und in den betroffenen Kommunen auch interessierte Bürgerinnen und Bürger auf den neuesten Stand bringen lassen können.

„Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Alternativen-Betrachtung und wir wünschen uns, dass unmittelbar nach der Veranstaltung Kreistag und Gemeinderäte einen entscheidungsreifen Vorschlag auf den Tisch bekommen“, so der Freie Wähler-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Rainer Gessler. Da der Bedarf nach einem verbesserten ÖPNV dringend ist, aber vom Zeitpunkt der Einigung bis zur Realisierung einer Stadtbahnverlängerung noch eine Reihe von Jahren ins Land gehen werden, drängen auch die Freie Wähler-Fraktionen in den vier beteiligten Kommunen auf eine Entscheidung über die technische Lösung möglichst noch in diesem Jahr.


Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels
 


Kommentar schreiben

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.


Kommentar