Den Anstoß zur Veranstaltung hatte ein Brief der Freien Wähler an Landrat Dr. Rainer Haas, den Ludwigsburger OB Werner Spec und den SSB-Vorstandssprecher Wolfgang Arnold im Januar diesen Jahres gegeben. Unterzeichnet hatten das Schreiben die Freie Wähler-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag und in den Gemeinderäten von Ludwigsburg, Markgröningen, Möglingen und Remseck.

Am 12. Oktober nun wurden rund 600 Bürgerinnen und Bürger, darunter viele Kommunalpolitiker aus den genannten Gemeinden, im Reithaus in Ludwigsburg umfassend über die Planungsvarianten (Hochflurbahn, Niederflurbahn, BRT-Buslösung) informiert.

Freie Wähler-Stadträte aus Remseck diskutieren im Reithaus in Ludwigsburg zusammen mit dem früheren OB Schlumberger die Trassenvarianten

Freie Wähler-Stadträte aus Remseck diskutieren im Reithaus in Ludwigsburg zusammen mit dem früheren OB Schlumberger die Trassenvarianten

Für alle, die sich schon bisher mit dem Thema beschäftigt haben, gab es kaum neue Fakten. Die Positionen der Befürworter der SSB-Hochflurlösung und der Lösung mittels BRT-Bussen standen sich als Konkurrenten gegenüber; nur die Niederflurlösung scheint aus wirtschaftlichen Gründen außen vor zu sein.

Allerdings sollte eine Entscheidung jetzt schnell fallen. Der Landrat wies eindringlich darauf hin, dass ein Zuschuss des Bundes in Höhe von 80% zu den rund 200 Millionen Euro Kosten einer Stadtbahn nur zu erwarten ist, wenn man sich innerhalb weniger Monate einigt. Die Ankündigungen der Ludwigsburger Stadtspitze hingegen, jetzt zunächst weitere Planungen zu beauftragen und eine umfassende Bürgerbeteiligung durchzuführen, lassen befürchten, dass uns die Zeit und damit die Bundesförderung davon läuft.

Mehr oder weniger verklausuliert signalisierten zum Ende der Veranstaltung der Landrat und der Ludwigsburger OB, dass vielleicht doch ein Kompromiss vorstellbar sei: Bau der SSB-Stadtbahn von Remseck (Hornbach) über Pattonville zum Bahnhof Ludwigsburg und Ergänzung des Systems durch BRT-Busse im Stadtgebiet Ludwigsburg.

Wir Freien Wähler in Remseck könnten uns das sehr gut vorstellen und hoffen, dass man nun eine schnelle Entscheidung findet, bevor in Berlin die Fördertöpfe leer sind.


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