Konnten wir bis letzte Woche davon ausgehen, dass das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) im Rahmen des Luftreinhalteplanes neben der Hauptstraße in Hochberg auch in der Remstalstraße in Neckarrems ein Durchfahrtsverbot für Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen erlässt, kam jetzt eine enttäuschende Nachricht. Offensichtlich aufgrund massiven Drucks aus den Nachbarstädten Fellbach und Waiblingen will das RP auf das Durchfahrtsverbot in der Remstalstraße verzichten und stattdessen als „milderes Mittel“ eine Pförtnerampel außerhalb der Ortslage Neckarrems errichten und in der Ortslage Tempo 30 verfügen. Das RP erhofft sich, auch mit diesen Maßnahmen die Grenzwerte für Luftschadstoffwerte in der Remstalstraße einzuhalten und will dies mit Messungen nachweisen.

Die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler ist von diesem Rückwärtsschritt des RP enttäuscht, hat aber als Konsequenz daraus bereits in der letzten Gemeinderatssitzung den Antrag eingebracht, zusätzlich zu der vom RP geplanten Pförtnerampel an der L 1142 aus Richtung Hegnach auch an den Landesstraßen L 1140 aus Richtung Schwaikheim und L 1197 aus Richtung Öffingen jeweils außerhalb der Ortslage Neckarrems Pförtnerampeln zur Regulierung des überörtlichen Verkehrs anzubringen.

Mit Pförtnerampeln soll der in Richtung Neckarbrücke strömende Verkehr „dosiert“ werden.

Mit Pförtnerampeln soll der in Richtung Neckarbrücke strömende Verkehr „dosiert“ werden.

Zur Begründung führt die Fraktion an, dass es schon heute für Bewohner aus Neckarrems in den Stoßzeiten wegen Rückstau-Erscheinungen nur sehr schwer möglich ist, beispielsweise aus der Schwaikheimer Straße, der Marbacher Straße (Beim Sportgelände), der Straße „Am Remsufer“ und der Straße „Am Unteren Schlossberg“ in die Landesstraßen einzufahren.

Häufig werden im morgendlichen Berufsverkehr bis zu 15 Minuten Fahrzeit benötigt, um aus einem der Neckarremser Wohngebiete kommend die Remsbrücke in der Fellbacher Straße zu erreichen. Der dadurch bedingte Fahrzeitverlust sowie insbesondere die entstehenden Schadstoff-Emissionen sind für die Bewohner nicht zumutbar.

Da nach Inkrafttreten des Luftreinhalteplanes Remseck am Neckar sowohl auf der L 1140 als auch auf der L 1197 noch stärkerer Verkehr zu erwarten ist, wird sich diese Problematik weiter verschärfen. Wir halten es deshalb für notwendig, auch außerhalb der Einmündung der Schwaikheimer Straße an der L 1140 und östlich des Wohngebietes Schlossberg an der L 1197 Pförtnerampeln zur Rückhaltung des überörtlichen, in Richtung Neckarbrücke strömenden Verkehrs einzurichten.


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Da der ursprünglich geplante Luftreinhalteplan nun geändert wurde, gewinnt man den Eindruck, dass Waiblingen und Fellbach einen besseren Draht zum RP haben als Remseck (Hegnach hat eine 30 er-Zone und zwei Blitzsäulen). Wenn nun mit der Installation einer Pförtnerampel von Hegnach kommend der Verkehr in der Remstalstraße besser gesteuert wird und dadurch weniger Schadstoffe entstehen, ist das auch akzeptabel. Was aber zwingend notwendig wäre auch auf den anderen Landesstraßen 1197 und 1140 Pförtnerampeln zu installieren. Denn es ist davon auszugehen, dass sich der Verkehr bei nur 1 Pförtnerampel von Hegnach kommend den Weg anderweitig sucht. Als Anwohnerin des Schloßbergs hat man jetzt schon größte Probleme sich auf die 1197 einzufädeln. Die Linksabbiegespur auf der 1197 Richtung Ludwigsburg lässt bei der jetzigen Ampelschaltung manchmal nur 1 Lastwagen passieren. Die im Stau stehenden Autos produzieren unnötig Abgase. Ich halte es deshalb auch für dringend notwendig an der Einmündung der Schwaikheimer Straße an der L 1140 und östlich des Wohngebietes Schlossberg an der L 1197 Pförtnerampeln zur Rückhaltung des überörtlichen, in Richtung Neckarbrücke strömenden Verkehrs einzurichten.

 


Genauso sieht das die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler auch!