Ein Beispiel für den Wahrheitsgehalt dieses Sprichworts ist in Aldingen zu besichtigen. Stadtratskollege Rainer Plessing hat dort schon seine Grundschulzeit verbracht – und das liegt mittlerweile auch schon mehr als 45 Jahre zurück. Die Rede ist von den so genannten Schulbehelfsbauten bei der Neckarschule in Aldingen, in denen jetzt schon seit fast 20 Jahren die Aldinger Kernzeitbetreuung untergebracht ist.

Die seit mehr als vierzig Jahren so genannten Schulbehelfsbauten – ein langlebiges Provisorium

Verschiedenste Nutzungen haben die Baracken – in der Verwaltungssprache „Schulbehelfsbauten“ genannt – schon erlebt. Gebaut und in den ersten Jahren auch genutzt als Klassenzimmer für die Grundschule, haben sie Mitte der siebziger Jahre den Pilotversuch einer „Vorschule“ beheimatet, bevor mangels schulischem Bedarf (Bau C der Neckarschule war zwischenzeitlich errichtet worden) das neu eingerichtete Jugendhaus und Aldinger Vereine die Räume nutzen durften (Liederkranz, Tennisclub, Skiclub, Kraftsportverein und andere). Ende der 90-er Jahre wurden dann Kernzeitbetreuung und Hort an der Schule eingerichtet und in in den Behelfsbauten untergebracht; die noch verbliebenen Vereine mussten sich eine andere Heimat suchen.

Nachdem schon Ende der 70-er Jahre von einem Abriss der Baracken die Rede war, hat aber ihr letztes Stündlein jetzt geschlagen. Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, an dieser Stelle eine Interimslösung für Schulräume in Form von Containern zu errichten, die auf zwei Etagen insgesamt 700 Quadratmeter Fläche bieten werden. Der Interimsbau dient dabei einem doppelten Zweck: einmal soll er die dringend erforderliche räumliche Erweiterung der Wilhelm-Keil-Gemeinschaftsschule ermöglichen, er soll aber auch Übergangsräume für die in absehbarer Zeit anstehende Sanierung der Schule bieten. Auch die Kernzeitbetreuung soll dort untergebracht werden. Die Kosten für die Interimslösung liegen bei ca. 750 T€. Der Abbruch der Baracken und die Aufstellung der Container soll von Juni bis August 2017 erfolgen. Die Verwaltung geht von einer Aufstelldauer von mindestens fünf Jahren aus; aber was sagt ein bekanntes Sprichwort über Provisorien?


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