Die Verwaltung hat das Verkehrsplanerbüro Kölz auch im Jahr 2016 mit Verkehrszählungen in Remseck beauftragt. Der Bericht wurde zwischenzeitlich im Gemeinderat vorgestellt. Gemessen wurde zum einen an den altbekannten Stellen an der Neckarbrücke und der Kreuzung der L 1100, aber z.B. auch innerorts in Aldingen an der Kreuzung Neckarstraße/Brückenstr. und in Pattonville am Kreisverkehr Nord. Das Büro hat eine Videozählung verwendet, es wurde also kein Zählpersonal eingesetzt. Die Messungen erfolgten im Juli 2016 außerhalb der Ferien. Die letzte Verkehrszählung stammt aus dem Jahr 2013.

Auffallend war insoweit, dass der Verkehr über die Neckarbrücke zwar im Vergleich zum Jahr 2013 konstant bei durchschnittlich 34.000 bis 35.000 Fahrzeugen pro Werktag lag, der Schwerlastanteil allerdings weiter zugenommen hat. Waren es 2013 noch 15% – 16% Schwerlastverkehr, sind es im Jahr 2016 17% – 18%. Damit hat der Schwerlastverkehr innerhalb von knapp 3 Jahren deutlich, um rd. 12% zugenommen. Hier wird deutlich, wie sich die LKW-Fahrverbote in der Region zu Lasten Remsecks auswirken. Umso weniger kann die Entscheidung des Regierungspräsidiums nachvollzogen werden, das ursprünglich vorgesehene LKW-Fahrverbot in der Remstalstraße wieder zu streichen. Neben der Belastung mit Schadstoffen strapaziert der Schwerlastverkehr in besonderem Maße die Straßen und Brücken.

Kreuzung Neckarstr. /Brückenstr. – eine der Messstellen 2016

Die Tagesmessung an der Kreuzung Neckarstr./Brückenstr. in Aldingen zeigte, dass immerhin rd. 10.000 Fahrzeuge an dieser Stelle den Ort passieren. Der Schwerlastverkehr war mit einem Anteil von rd. 10 % auch hier auffallend hoch für eine Ortsdurchfahrt. Die Brückenstr. -und somit im Wesentlichen die Wehrbrücke- passierten insgesamt rd. 4.300 Fahrzeuge. Damit wird unser subjektiver Eindruck der Stauumfahrer durch die Messungen untermauert. Die Freien Wähler haben dazu am 08.11.2016 ein Schreiben an die Verwaltung verfasst, welches auf der Internetseite remseck.freiewaehler.de abgerufen werden kann und derzeit Gegenstand der AG Verkehr ist.

Der Kreisverkehr Nord in Pattonville nahm bei der Tagesmessung rd. 20.000 Fahrzeuge, bei einem Schwerlastanteil vom rd. 7% auf. Hier bemerkte Prof. Kölz bei seiner Präsentation, dass sich die sog. Abendspitze auf einen sehr langen Zeitraum vom ca. 3 Stunden (16-19 Uhr) erstreckt.

Interessant war dann noch eine Messung des Zeitverlustes durch den Stau an der Neckarbrücke. Während der Frühspitze benötige ein Fahrzeug aus Richtung Ludwigsburg/Hochberg kommend für 700 m über die Brücke Richtung Hegnach 4 Minuten und 20 Sekunden, in der Abendspitze für die umgekehrte Strecke 5 Minuten und 40 Sekunden. Aber wir alle wissen, dass das wohl eher ein guter Tag war.


Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels
 


Kommentar schreiben

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.


Kommentar