Die Abstimmung des Gemeinderates über die Stellungnahme zum Regionalverkehrsplan fiel aus wie erwartet. Einstimmig wurde zu den geplanten Schienenprojekten votiert, bei der aus unserer Sicht für Remseck bedeutendste Maßnahme, der Planung der Nordostumfahrung Stuttgart, zeigte sich die alte Trennlinie: Grüne und SPD dagegen, Verwaltung, CDU, FDP und Freie Wähler dafür, Abstimmungsergebnis also 17 zu 9 für die Maßnahme.

Wir freuen uns, dass ein von der Freie Wähler-Fraktion gemachter Ergänzungsvorschlag ebenfalls eine Mehrheit gefunden hat. Wir haben vorgeschlagen, die Maßnahmen 338 (3-streifiger Nordostring) und 283 (Westrandstraße bei der Neuen Mitte) im Verbund, also gemeinsam, zu planen. Wohl wissend, dass die Adressaten für eine solche Aufforderung eigentlich Bund und Land wären, war es uns wichtig, diese Position auch gegenüber der Region zu äußern. Unsere Motivation hierzu ist die Tatsache, dass beide Straßenverbindungen, auch wenn sie sicher zu unterschiedlichen Zeiten gebaut werden, bezüglich der aufzunehmenden Verkehrsmengen voneinander abhängen. Oder anders ausgedrückt: eine Nordostumfahrung vorausgesetzt, kann eine Westrandbrücke so dimensioniert werden, wie es nach unserer Überzeugung sein soll. Ausschließlich für den lokalen Verkehr!

Der Entwurf des Regionalverkehrsplan ist noch bis 24.04.17 offengelegt, in dieser Zeit sind Stellungnahmen – auch von Bürgerinnen und Bürgern – möglich. Am einfachsten gibt man seine Meinung über das Beteiligungsportal des Verbandes Region Stuttgart ab (zu finden bei www.region-stuttgart.org). Wir erwarten, dass insbesondere die Gegner einzelner Maßnahmen, wie beispielsweise der Nordostumfahrung Stuttgart sich zu Wort melden werden. Deshalb wäre es schön, wenn auch zahlreiche Befürworter die Maßnahme durch ihre Stellungnahme unterstützen könnten.


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