Ein lang gehegter Wunsch geht seiner Realisierung entgegen: die Verbesserung der Verkehrssituation rund um die „Schiff-Kreuzung“ in Aldingen. Viele Fußgänger, die sich bei der Querung der Straßen bisher vom Autoverkehr gefährdet sahen, werden aufatmen.

Der Gemeinderat hat beschlossen, für den Ortskern Aldingen ein LkW-Durchfahrtsverbot für schwere Lkw über 3,5 Tonnen zu beantragen; Lieferverkehr und Linienbusse sollen davon ausgenommen werden. Außerdem soll die Aldinger Ortsmitte rund um die Schiff-Kreuzung als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 20 km/h ausgewiesen werden.

Die erstgenannte Regelung geht auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurück, dem wir Freien Wähler geschlossen zugestimmt haben. Den zweiten Teil des Beschlusses zum verkehrsberuhigten Geschäftsbereich hatte unsere Fraktion als Vorschlag in den Arbeitskreis Verkehr eingebracht, nachdem wir uns schon vor mehreren Jahren in Bad Wurzach von der Wirksamkeit einer solchen Festsetzung haben überzeugen können.

Bald werden deutlich weniger schwere Lkw die Schiff-Kreuzung befahren

Auf Grund einer Zählung im Jahr 2017 geht man davon aus, dass bis zu 84 Lkw am Tag weniger durch die Aldinger Ortsmitte fahren werden als bisher. Und die Reduzierung von 30 auf 20 Km/h wird ebenfalls zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen.

Wichtig sind uns aber noch zwei Hinweise: es wird notwendig sein, die geplanten Neuregelungen auch konsequent zu kontrollieren, was ebenso auch für das ungeordnete Parken rund um die Schiff-Kreuzung gilt.

Und wir haben in den Beratungen im Rat darauf hingewiesen, dass eine Eindämmung des Ausweichverkehrs über die Wehrbrücke dringend erforderlich ist, hat doch dieser Schleichverkehr innerhalb nur eines Jahres von 2016 nach 2017 um mehr als 14 Prozent auf 4.900 KfZ/Tag zugenommen! Und ein Großteil davon belastet logischer Weise auch die Schiff-Kreuzung.

Die Zahlen sprechen für sich: die Kornwestheimer Straße wird täglich von 5.650 KfZ befahren, die Cannstatter Straße von 5.600, die Neckarstraße von 6.300 und die Wehrbrücke von 4.900. Die Wehrbrücke hat sich demnach in den letzten Jahren fast zur gleich belasteten Zu- und Abfahrt zum Stadtteil Aldingen entwickelt, obwohl sie eigentlich nur zur Anbindung des Aldinger Industriegebietes gedacht war.


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