Auf Initiative der Freien Wähler haben die drei Fraktionen CDU, FDP und Freie Wähler das Thema Nordostring Stuttgart auf die Tagesordnung der letzten Gemeinderatssitzung gebracht. Und antragsgemäß hat der Gemeinderat mit 16:9 Stimmen folgenden Beschluss gefasst: „Die Stadt Remseck am Neckar fordert das Land Baden-Württemberg auf, nunmehr unverzüglich mit den Planungen zum Nordostring Stuttgart zu beginnen und die betroffenen Kommunen in die Planungen einzubinden.“ Hätten nicht zwei Stadträte der den Antrag stellenden Fraktionen in der Sitzung gefehlt, wäre das Ergebnis noch klarer ausgefallen.

Das Planungsrecht für den Nordostring wurde im letzten Jahr durch den Bundesverkehrswegeplan begründet, die Regionalversammlung hat nun am 18.07.18 die Maßnahme als Projekt Nr. 338 bzw. 338a und der Bezeichnung B 29 im Regionalverkehrsplan als höchst dringliche Maßnahme eingestuft. Anmerkung: den Regionalverkehrsplan finden Sie bei www.region-stuttgart.org im Netz.

Projekt Nr. 338 im Regionalverkehrsplan: der dreistreifige Nordostring

Der verkehrspolitische Sprecher der Freien Wähler in der Regionalversammlung, Landrat a.D. Bernhard Maier, hat in seinem Redebeitrag zum Regionalverkehrsplan unter anderem ausgeführt:

„Machen wir uns nichts vor: die im Reg.Verk.Plan enthaltenen umfangreichen und teuren Verbesserungen des ÖV können die aus den Veränderungen bei der Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur zu erwartenden Verschiebungen in Richtung MIV bestenfalls kompensieren, eine wesentliche Verringerung des Anteils des Pkw- und Lkw-Verkehrs kann nicht erreicht werden.“

„Aber alle Gutachten, die diesem Reg.Verk.plan zugrunde liegen sagen, wie auch die beobachtete Wirklichkeit: Wir brauchen Tangentialen, um Fahrten, deren Start und Ziel außerhalb des überlasteten Regionskerns liegen, an diesem vorbeizuführen. Dies gilt für Straßen und Schienen gleichermaßen.“

Deshalb ist es für uns nur folgerichtig, diese Projekte mit der höchsten Dringlichkeit in den Reg.Verk.Plan aufzunehmen. Für uns ist das ein Eckpfeiler für die Mobilität der Zukunft in der Region.“

Dem ist aus Sicht der Stadt Remseck am Neckar als hauptsächlich betroffene Kommune nur hinzuzufügen, dass der Nordostring für die Verkehrsentlastung der Stadt und für die städtebauliche Weiterentwicklung von entscheidender Bedeutung ist.

Und der unverzügliche Beginn der Planung soll bewirken, dass alle Beteiligten, insbesondere die benachbarten Städte, sich endlich an einem Tisch treffen.


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