Gleich drei aktuelle Vorgänge zur „unendlichen“ Brückendiskussion in Remseck sind zu vermelden:

  1. Der Gemeinderat einer Kostenerhöhung der Planungskosten für die so genannte Westrandbrücke zugestimmt. Wir Freien Wähler haben diesen Beschluss genutzt, um erneut auf unseren Antrag vom Sommer 2017 hinzuweisen. Dort hatten wir beantragt, eine Planung für eine kleine lokale Lösung vorzulegen und nicht eine Brücke am westlichen Rand der Neuen Mitte zu planen, die auch den überörtlichen Verkehr aufnehmen kann. Gespannt warten wir nun auf die Planentwürfe, die momentan beim Regierungspräsidiums geprüft werden.

    Der Stuttgarter Talkessel soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden

  1. Der Entwurf des Luftreinhalteplanes für die Stadt Stuttgart vom August 2018 stellt in seinem Kapitel 3.5.1 (mittel- und langfristig wirkende Maßnahmen) fest: „Im Sinne der Luftreinhaltung müssen deshalb vor allem jene Maßnahmen geplant und ggf.. schnellstmöglich realisiert werden, die zu einer Entlastung des Talkessels vom Durchgangsverkehr führen…“, und eine davon ist laut der dem Plan beigefügten Tabelle der Nordostring Stuttgart. Das sind überraschende und erfreuliche neue Töne aus dem grünen Teil der Landesregierung, der bisher den Einstieg in die Planung abgelehnt hatte.

  1. Bei einer Demonstration von Nordostring-Gegnern in Oeffingen am 30.09.2018 wurde laut Presseberichten deutlich, dass man zwar einen Straßenbau für den weiträumigen Fernverkehr vehement ablehne, aber offensichtlich gesprächsbereit ist, um lokal verträgliche Alternativen für eine neue Straßentrasse zu finden. Auch der Vorsitzende der Fraktion Freie Wähler/Freie Demokraten im Fellbacher Gemeinderat hat das gegenüber der Presse bekundet.

Wir Remsecker Freie Wähler meinen, dass das gute Voraussetzungen sind, um sich endlich einen Schritt nach vorne zu bewegen und wir denken, dass unsere Position auch ein Kompromiss aller Beteiligten werden könnte. Wir wünschen uns dringend, dass nach mehrjährigem Stillstand jetzt bald wieder offizielle Gespräche mit dem Land und den Nachbarstädten geführt werden. Dabei sind unsere Randbedingungen:

  • Die Westrandbrücke darf nur für lokale Verkehre konzipiert werden, überörtlicher Verkehr muss von einer weiteren Neckarquerung südlich von Aldingen aufgenommen werden.

  • Auch wir wollen den Nordostring nicht als Autobahn, sondern als regionale Verbindung der Wirtschaftsräume Fellbach/Waiblingen und Kornwestheim/Ludwigsburg. Deshalb setzen wir auf die dreistreifige Variante des Regionalverkehrsplanes (dritte Fahrspur in Steigungsbereichen) und fordern in sensiblen Bereichen der Landschaft eine Führung der Straße im Tunnel.

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