Zum 01.01.2017 wurde bekanntlich auf Empfehlung des Regierungspräsidiums die Satzung des Zweckverbandes Pattonville geändert. Wesentliche Änderung: die Zweckverbandsversammlung besteht seither nur noch aus zwei Personen, nämlich der Oberbürgermeisterin von Kornwestheim und dem Oberbürgermeister von Remseck am Neckar. Bis dahin waren seit Anfang der 90-er Jahre in der Zweckverbandsversammlung je fünf Stadträtinnen bzw. Stadträte aus beiden Städten vertreten gewesen.

Dieser „Ausschluss“ von Gemeinderatsmitgliedern hat uns von Beginn an nicht gefallen. Zwar beraten die Gemeinderäte beider Zweckverbands-Städte die Pattonviller Themen vor, aber das geschieht unabhängig voneinander und zu verschiedenen Zeitpunkten. Ein direkter Austausch zwischen den gewählten Vertretern beider Städte zu den Themen findet nicht statt, im Zweifel erfährt man aus der Zeitung, was die Kolleginnen und Kollegen der Nachbarstadt zu Fragen des gemeinsamen Stadtteils beraten und beschlossen haben.

Die John-F.-Kennedy-Alle in Pattonville ist die Stadtgrenze zwischen Kornwestheim und Remseck

Deshalb haben auf Initiative der Freien Wähler alle fünf Fraktionen im Gemeinderat von Remseck zusammen beantragt, einen „Gemeinsamen Ausschuss Pattonville“ als beratenden Ausschuss einzurichten. Ihm sollten je fünf Stadträtinnen/Stadträte aus beiden Städten angehören und er sollte im Rhythmus der Zweckverbandsversammlung tagen. Die wesentliche Idee: die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerschaft sollten die Chance haben, sich gemeinsam zu beraten und dabei die Gesichtspunkte aus beiden Städten einzubringen. Damit sollte auch einer gewissen „Entfremdung“ der Gemeinderäte von Pattonviller Themen begegnet werden, wenn nur noch die beiden OB miteinander kommunizieren.

Leider konnten sich die Kornwestheimer Fraktionen der Idee eines „Gemeinsamen Ausschusses“ nicht anschließen. Als Kompromiss hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 20. November aber beschlossen, in Zukunft regelmäßig gemeinsame Ältestenratssitzungen mit Remsecker und Kornwestheimer Gemeinderäten abzuhalten. Hoffen wir, dass damit wieder der wichtige direkte Austausch zwischen den gewählten Vertretern beider Städte entsteht.


Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels
 


Kommentar schreiben

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.


Kommentar