Immer wieder taucht in den letzten Monaten das Stichwort „Wingas-Leitung“ in der Presse auf, zuletzt in der letzten Woche im Zusammenhang mit der Information aus Waiblingen, dass man dort die Variante Remseck wegen des erforderlichen Eingriffes in ein Naturschutzgebiet ablehne.

Alle übrigen Nachbargemeinden haben sich, soweit bekannt, für die Variante Remseck und gegen die sogenannte Vorzugstrasse ausgesprochen. Auch der Gemeinderat von Remseck hat sich in einer Sitzung im Juli bei einer Gegenstimme gegen die Vorzugstrasse ausgesprochen und damit die Variante Remseck favorisiert.

Der Hintergrund ist, dass die beiden Energieversorger Wingas und Ruhrgas eine neue Erdgasleitung von Amerdingen in Bayern nach Lampertheim in Hessen bauen möchten und dabei unseren Raum queren. Das Regierungspräsidium führt als Vorstufe zum späteren Planfeststellungsverfahren derzeit ein Raumordnungsverfahren durch, bei dem auch die Gemeinden gehört werden.

Die Ablehnung der Vorzugstrasse im Remsecker Gemeinderat hat als wesentlichen Grund, dass die Trasse Remseck zwischen den Ortsteilen Neckargröningen und Aldingen queren und somit die künftige städtebauliche Entwicklung beeinträchtigen würde. Die Leitung würde auch den Trassenbereich der geplanten Nordostumfahrung Stuttgart tangieren.

Dass der Bau der Leitung massive Eingriffe in die Landschaft erfordert, wird daran deutlich, dass das Baufeld in der offenen Landschaft eine Breite von 34 Metern, im Wald eine Breite von 24 Metern haben wird. Wir gehen davon aus, dass die Maßnahme frühestens im Jahr 2005 zur Ausführung kommt.


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