Wir freuen uns, dass die Diskussion um die Konflikte, die durch die Hundehaltung verursacht werden , zwischenzeitlich auch in Remseck öffentlich geführt wird. Wir nehmen auch mit Interesse zur Kenntnis, dass offenkundig die vor einigen Wochen aufgestellten Tütenspender gut genutzt werden. Trotzdem ist nicht zu übersehen, dass neben vielen einsichtigen und kooperationswilligen Hundehaltern viele „schwarze Schafe“ unterwegs sind.

Unsere Fraktion hat vor diesem Hintergrund ein Gespräch mit Vertretern der Landwirtschaft und der Jägergeführt und meint, dass es weiterer Maßnahmen bedarf, um die Problemkreise

  • Hundekot in Grünanlagen und landwirtschaftlichen Nutzflächen
  • Schäden in landwirtschaftlichen Kulturen
  • Gefährdung des Wildes
  • Befahren von Feldwegen durch Hundehalter

besser in den Griff zu bekommen.

So haben wir von verschiedener Seite die Information bekommen, dass Remseck ein beliebtes Ziel von „Hunde-Touristen“ aus den Nachbarstädten ist. Der Grund kann eigentlich nur sein, dass unsere Polizeiverordnung oder unser Kontrollsystem liberaler ist als das der Nachbarstädte.

Wir haben deshalb die Stadtverwaltung gebeten, folgende Maßnahmen zu prüfen:

  • Änderung der Polizeiverordnung
    Dabei denken wir an eine Verschärfung des Leinenzwangs, Verschärfung der Strafandrohung und konkret um Aufnahme der landwirtschaftlichen Nutzflächen bei den geschützten Flächen in § 13. Wir haben gebeten, uns die entsprechenden Regelungen in den Polizeiverordnungen der Nachbarstädte zur Verfügung zu stellen.
  • Regelmäßige Verteilung eines Merkblattes an die Hundehalter
    Jeweils mit dem Steuerbescheid oder der Hundemarke soll allen Hundehaltern ein Merkblatt zugestellt werden, in dem auf die Regelungen der Polizeiverordnung, das Fahrverbot auf Feldwegen, die Gesundheitsgefährdungen durch Hundekot, die Standorte der Tütenspender und die Strafbewehrung bei Verstößen hingewiesen wird.
  • Verstärkte Kontrollen der Feldwege
    Hier denken wir insbesondere an die einschlägigen Strecken, die von den Hundetouristen, aber auch von einheimischen Hundehaltern benutzt werden. Landwirte beklagen, dass immer wieder die Zufahrt zu den Feldern mit landwirtschaftlichem Gerät von den Fahrzeugen der Hundehalter blockiert wird.
  • Hinweistafeln
    Sowohl auf innerörtlichen Grünflächen als auch an den einschlägigen Routen der Hundehalter in der Feldlage sollten Hinweistafeln auf die geltenden Regelungen hinweisen
  • „Runder Tisch“
    In Gesprächsrunden sollte die Verwaltung unter Einbeziehung von Landwirten, Jägern, dem Hundesportverein und ggfs. Organisationen aus dem Bereich der Hundehalter das Thema aufgreifen.

Aus der Summe der aufgeführten Maßnahmen und der Berichterstattung darüber versprechen wir uns die notwendige Sensibilisierung sowohl der Hundehalter als auch der Bevölkerung , um bei der Lösung der Problematik weiter zu kommen. Wir meinen, dass nur diese Sensibilisierung, die dann vielleicht auch dazu führt, dass die „schwarzen Schafe“ von Mitbürgerinnen und Mitbürgern auf ihr Fehlverhalten angesprochen werden, weiterhilft. Erfahrungen anderer Kommunen bestätigen dies.


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