Der Gemeinderat beschäftigte sich in den letzten Wochen in den Ausschüssen Jugend und Soziales (AJS) und Verwaltungsausschuss (VA) und im Vollgremium intensiv mit den Themen Kindergartenplan, Qualitätsoffensive in den Kindertagesstätten, Kinderkrippe für Kinder ab sechs Monaten bis zwei Jahre sowie die dafür benötigte Gebührenordnung.

Der von der Verwaltung fortgeschriebene Kindergartenbedarfsplan zeigt uns die hochgerechneten Kinderzahlen bis zum Jahr 2011, zum Teil sogar aufgegliedert auf die Ortsteile von Remseck.

Die von Verwaltung und Erzieherinnen vorbereitete Qualitätsoffensive für die städtischen Kindertagesstätten können wir uneingeschränkt unterstützen. Neben der besseren Bezahlung der Zweikräfte beinhaltet dies auch die teilweise Freistellung der Leiterinnen für ihre Führungsaufgaben. Dies bedingt aber auch zusätzlich 1,9 Personalstellen als Ersatz für die Freistellungen.

Wir Freien Wähler stehen auch hinter der Einrichtung einer Kinderkrippe für 0-2 jährige Kinder im Kindergarten im Hof. Die Baumaßnahmen wurden bereits letztes Jahr im Gemeinderat beschlossen. Jetzt muss zusätzliches Personal eingestellt werden. Für die Kinderkrippe werden 2 Erzieherinnen und eine Kinderpflegerin benötigt.

Die von der Verwaltung vorgeschlagene Gebührenordnung für die Kleinkindbetreuung mit 390,00 Euro für ein Kind und 270,00 Euro für jedes weitere Kind einer Familie in der Einrichtung haben wir mitgetragen. Wir dürfen hier nicht außer Acht lassen, dass die Elternbeiträge je nach Art und Belegung der Gruppen nur zwischen 20 und 25% der Personalkosten decken.

Auch wegen der Vorteile der Eltern, die ihre Kinder in eine KITA bringen wie berufliche Weiterentwicklung, Rentenanwartschaften und zusätzliches Einkommen, können wir geringere Gebühren zu Lasten der Allgemeinheit nicht akzeptieren.

Eine Prognose der Verwaltung zeigt, dass in Remseck bis zum Jahr 2011 bis zu weitere 60 Betreuungsplätze für Kinder zwischen 0 und 2 Jahren gebraucht werden. Wir haben die Verwaltung aufgefordert, sich zur Deckung dieses Bedarfes intensiv um die Schaffung von Plätzen bei Tagesmüttern zu bemühen. Eine Unterstützung der Tagesmütter in organisatorischer und finanzieller Hinsicht könnten wir uns vorstellen.


Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels