Es ist schon mehrere Jahre her, dass die Freien Wähler den Anstoß gaben. In einem Antrag vom Januar 2002 haben wir die Einführung des Ökokontos in Remseck angestoßen, in der Gemeinderatssitzung im Juli 2008 nun wurde der erste „Kontoauszug“ präsentiert.
Ein Ökokonto dient der Bilanzierung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in Natur und Landschaft. Damit werden Maßnahmen dokumentiert, die bei späteren Eingriffen, z.B. durch ein neues Baugebiet, als Ausgleich angerechnet werden können. An der Erstellung des Remsecker Ökokontos hat Prof. Dr. Küpfer von der FH Nürtingen mitgearbeitet, der auch wesentlich an der vom Umweltministerium geplanten Rechtsverordnung zu diesem Thema beteiligt ist.
Im Ökokonto werden alle seit dem Jahr 2000 realisierten Verbesserungen bei den Schutzgütern Arten, Biotope, Boden, Landschaftsbild, Wasser usw. dargestellt und nach fachlich anerkannten Regeln bewertet. In der Summe kommt Remseck aktuell auf einen Kontostand von 344.000 Werteinheiten (WE). Dazu tragen z.B. die Dachbegrünung am Gymnasium 10.000 WE, die Benjeshecke im Urbansacker in Hochdorf 85.000 WE und die Renaturierung des Regentalgrabens in Aldingen 108.000 WE bei. Mit 14.400 WE wurde eine Maßnahme gutgeschrieben, die auf Vorschlag der Freien Wähler vor einigen Monaten umgesetzt wurde: die Pflanzung von alten Apfelsorten an der Ludwigsburger Steige

Wir haben im Gemeinderat die Frage aufgeworfen, inwieweit auch private Maßnahmen für Natur und Landschaft dem städtischen Ökokonto gutgeschrieben werden können. Nach momentaner Auffassung der Naturschutzverwaltung ist dies möglich, wenn ein dauerhafter Bestand der Maßnahme gesichert ist.

Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels