Seit 01.03.2010 gilt wieder ein Lkw-Durchfahrverbot für die Stadt Stuttgart. Zum selben Zeitpunkt wurden auch die Regelungen für die Umweltzone Stuttgart verschärft, so dass seither Fahrzeuge mit roter Umweltplakette aus dem Stadtgebiet Stuttgart verbannt sind.

Auf Initiative der Freien Wähler haben alle Fraktionen bereits im November 2009 im Gemeinderat einen Beschluss gefasst, der folgende Ziele hatte:

  • Ermittlung der Auswirkungen der geplanten Fahrverbote auf Remseck
  • Prüfung verkehrsrechtlicher Maßnahmen in Remseck gegen weiteren Durchgangsverkehr
  • Aufstellung von Schadstoff- und Lärmmessstationen an der Remstalstraße in Neckarrems und an der Hauptstraße in Hochberg.

Leider haben sowohl das Regierungspräsidium als auch das Umweltministerium den Remsecker Antrag abgelehnt; das Umweltministerium hat mit Schreiben vom 18.01.2010 darauf verwiesen, dass „eventuelle Lkw-Verlagerungseffekte anhand von Verkehrszählungen geprüft werden könnten“.

Diese Zählungen haben wir Freien Wähler jetzt im Gemeinderat eingefordert. Wir haben nämlich den Eindruck, dass auf der Neckarbrücke der Lkw-Verkehr deutlich stärker als um die prognostizierten neun Prozent zugenommen hat. Viele Bürgerinnen und Bürger empfinden das ebenfalls so. Wir halten aber selbst diese neun Prozent für Remseck für nicht zumutbar. Nur eine gesamträumliche Lösung der Verkehrssituation mit dem Bau der neuen Neckarquerung zwischen Aldingen und Stuttgart-Mühlhausen kann zu einer Entlastung führen und ist längst überfällig. Genau diese Position vertritt erfreulicherweise auch der Rems-Murr-Kreis.

Erster Bürgermeister Karl-Heinz Balzer hat auf unsere Anfrage dem Gemeinderat mitgeteilt, dass die Stadtverwaltung bereits einen Termin mit dem zuständigen Referenten des Umwelt- und Verkehrsministeriums vereinbart hat, um die Remsecker Forderungen erneut vorzutragen.


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