Die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler hatte das befürchtet, was jetzt durch Zählungen dokumentiert ist: das Lkw-Durchfahrverbot in Stuttgart bürdet Remseck beträchtliche neue Verkehrslasten auf. Wir sind deshalb bereits im Herbst 2009 aktiv geworden und haben in einem Antrag, dem alle anderen Fraktionen beigetreten sind, vom Regierungspräsidium (RP) Auskunft über die zu erwartenden Auswirkungen des Durchfahrverbotes und die Einrichtung Messstellen für Luftschadstoffe und Lärm verlangt.

Das RP hat damals abgewiegelt, hat prognostiziert, dass nur 170 zusätzliche Lkw die Neckarbrücke belasten werden und hat uns die Messstellen verweigert. Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: die Zählung des Ingenieurbüros Kölz vom Frühjahr 2011 hat belegt, dass tatsächlich 765 Lkw täglich hinzugekommen sind, also vier mal so viel wie vom RP erwartet. Insgesamt sind es damit mehr als 3.600 Lkw, die jeden Tag mitten in Remseck den Neckar queren. Wenn man sich dann noch deutlich macht, dass ein Lkw die achtfache Lärm- und Abgasbelastung wie ein Pkw verursacht, wird das Ausmaß der Belastung deutlich. Rein rechnerisch kann man daraus ableiten, dass die rund 28.000 Pkw und die rund 3.600 Lkw zusammen Belastungen verursachen wie rund 57.000 Pkw.

Jeder Lkw verursacht achtmal so viel Lärm und Dreck wie ein Pkw

Jeder Lkw verursacht achtmal so viel Lärm und Dreck wie ein Pkw


Der Gemeinderat hat deshalb erneut per Beschluss das RP aufgefordert, jetzt endlich die Feinstaub- und Lärmmessungen in der Remstalstraße durchzuführen und in der Nacht dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h zu erlauben.

Der aus unserer Sicht einzig möglichen Maßnahme zur Erreichung einer durchgreifenden Verbesserung der Verkehrssituation in der Mitte Remsecks, nämlich dem Bau einer neuen Neckarquerung südlich von Aldingen, verweigern sich leider nach wie vor die Fraktionen von SPD und Grünen.


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