Es ist eine schöne Tradition: jedes Jahr lädt die Arbeitsgemeinschaft der landwirtschaftlichen Ortsvereine Remseck (AG) die Verwaltungsspitze und den Gemeinderat zu einer Felderrundfahrt mit anschließendem Vesper und zur Diskussion ein. Das ist für die Stadträte eine Gelegenheit, die landwirtschaftlich genutzten Teile unserer Gemarkungen, aber auch die aktuellen Themenstellungen der Landwirte besser kennen zu lernen und dafür Verständnis zu entwickeln. Natürlich nutzen die Landwirte die Gelegenheit auch, um ihre Wünsche an die Kommunalpolitik heranzutragen, seien es notwendige Reparaturen an den Feldwegen oder das ausgelaufene Acker-Randstreifenprogramm.

Der Sprecher der AG, Hans Kurz, begrüßte in diesem Jahr im Betrieb Brandner in Hochberg und führte die Gruppe an Stationen auf den Gemarkungen Neckarrems, Hochberg und Hochdorf. Die begleitenden Landwirte stellten bei kurzen Zwischenstopps ihre Betriebe mit den jeweiligen Produktionsschwerpunkten vor.

Die Freie-Wähler-Stadträte Rainer Plessing und Peter Bürkle interessieren sich für die Milchviehhaltung des Betriebes Hihn in Neckarrems


Zwei Themen bestimmten die abschließende Diskussion: die Problematik des Hundekots in den Kulturen und die Agrarstruktur. An mehreren Stellen, unter anderem in den Ochsenwiesen in Hochberg, gibt es offenbar ausufernden Hundehaltertourismus auch von auswärtigen Hundebesitzern, die ihren Tieren ohne Rücksicht auf die Kulturen freien Lauf lassen und Verunreinigungen der Wiesen und Felder durch Hundekot in Kauf nehmen. Die Stadtverwaltung sagte schwerpunktmäßige Kontrollen zu.

Insbesondere im Gewann Altach in Hochberg ist die Agrarstruktur, d.h. die Form und Größe der Flurstücke und die Erschließung durch Wege mangelhaft. Insgesamt wird in weiten Teilen die Länge der Ackerschläge der heutigen Mechanisierung nicht mehr gerecht und führt bei den Landwirten zu erhöhten Betriebsmittelkosten. Der Unterzeichner hat deshalb die Frage einer Flurneuordnung auf den Gemarkungen Hochberg und Hochdorf in den Raum gestellt.

Die Freien Wähler bedanken sich bei den Landwirten für ihre Initiative und freuen sich auf die Fortsetzung der Tradition einer jährlichen Felderrundfahrt.


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