In den nächsten Wochen muss der Gemeinderat eine weit reichende Entscheidung treffen: es ist festzulegen, welches Unternehmen ab 2013 für die nächsten zwanzig Jahre die Konzession erhält, in Remseck das Verteilnetz für Strom zu betreiben. Zum Anfang des Jahres 2014 ist dann die gleiche Entscheidung für das Erdgasnetz zu treffen.

Davon unabhängig bleibt natürlich die Entscheidung jedes Stromkunden, von welchem Lieferanten er seinen Strom beziehen will. Seit der Liberalisierung des Strommarktes sind bekanntlich der Betrieb der Netze und der Vertrieb des Stroms voneinander getrennt. Mit der Vergabe der Konzession erhält ein Unternehmen das Recht, auf Grundstücken der Stadt elektrische Versorgungsleitungen zu verlegen und zu betreiben sowie die einzelnen Grundstücke anzuschließen.

Wer die Stromkonzession hat, ist für Verlegung und Betrieb des Verteilnetzes verantwortlich


Sowohl für den städtischen Haushalt als auch für den Geldbeutel der Haushalte hat die zu treffende Entscheidung Auswirkungen. Die jährliche Konzessionsabgabe, welche die Stadt von den bisherigen Konzessionären EnBW (Ortsteile Aldingen, Neckargröningen) und SÜWAG (Ortsteile Neckarrems, Hochberg und Hochdorf) erhält, liegt immerhin bei rund 600.000 Euro, und eventuell kann das in Zukunft noch leicht erhöht werden. Auch für Firmen und Haushalte wirkt sich die Entscheidung aus, weil die Netzentgelte (die muss der Stromlieferant an den Netzbetreiber abgeben) durchaus unterschiedlich hoch sind und sich deshalb auf den Endpreis des Stroms auswirken.

Darüber hinaus wird sich der Gemeinderat auch von Aspekten wie Gewährleistung einer hohen Versorgungs- und Betriebssicherheit oder der Investitionsbereitschaft eines Netzbetreibers leiten lassen.

Auch ganz neue Lösungen sind neben der reinen Vergabe einer Konzession vostellbar: von der kompletten Übernahme des Netzes durch die Stadtwerke Remseck über die Zusammenarbeit mit benachbarten Stadtwerken bis hin zur Gründung einer gemeinsamen Netzgesellschaft mit den bisherigen Konzessionären sind viele Spielarten denkbar; man darf auf die konkrete Auswertung der vorliegenden Angebote gespannt sein!


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