Nach einem aufwändigen öffentlichen Ausschreibungsverfahren und zahlreichen Sitzungen hat der Gemeinderat am 29. Januar entschieden: die Konzession für die Stromversorgung in allen Remsecker Ortsteilen geht für die nächsten 20 Jahre an die Stadtwerke Waiblingen. Klar ist auch, dass für das Eigentum am Remsecker Stromverteilnetz eine gemeinsame Netzgesellschaft der Stadt Remseck mit den Stadtwerken Waiblingen gegründet wird. Ebenso klar ist aber auch, dass der Betrieb des Netzes ohne Remsecker Beteiligung stattfinden wird. Noch offen und nach weiteren Verhandlungen zu entscheiden sind eine Reihe von Fragen, wie zum Beispiel:

  • Werden, und wenn ja und in welcher Form und welchem Umfang die Stadtwerke Ludwigsburg/Kornwestheim an der Netzgesellschaft und am Betrieb beteiligt? Hierzu muss man wissen, dass die Stadtwerke der beiden Nachbarstädte heute schon zusammenarbeiten.
  • Wird das Netz an die Stadtwerke Waiblingen verpachtet oder wird eine so genannte Betriebsführerschaft vereinbart?

Den Vorzug vor dem Zweitplatzierten, der EnBW, haben die Stadtwerke bekommen, weil sie das wirtschaftlich günstigere Angebot vorgelegt haben: Günstiger für die Remsecker Haushalte und Firmen, die wegen niedrigerer Netzentgelte jedes Jahr mehr als 300.000 Euro sparen werden. Günstiger aber auch für den Stadtsäckel, da eine hohe Verzinsung der Remsecker Einlagen von mindestens 5,5 % zugesagt wurde und die Stadtwerke alle Kostenrisiken, die beim Netzkauf von EnBW und SÜWAG auftauchen könnten, übernehmen.

Die sich abzeichnende Partnerschaft der vier Nachbarstädte Waiblingen, Remseck, Ludwigsburg und Kornwestheim ist für uns Freie Wähler ein Musterbeispiel der viel gepriesenen Interkommunalen Zusammenarbeit, in der für fast 200.000 Einwohner die Versorgung mit Strom – und später vielleicht auch mit Gas – sichergestellt wird.


Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels
 


Kommentar schreiben

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.


Kommentar