Die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler in Remseck will den neuen Sandstrand am Neckarufer wie einen Spielplatz behandelt sehen und fordert deshalb ein Zugangsverbot für Hunde; Kinder sollen Vorrang haben.

Nach einer ganzen Reihe von entsprechenden Bitten aus der Bevölkerung haben die Freien Wähler jetzt einen Antrag an Oberbürgermeister Schlumberger gerichtet. Zur Begründung des Antrags haben sie unter Anderem angeführt, dass deit der Eröffnung des Sandstrandes besonders an Tagen mit schönem Wetter eine sehr hohe Akzeptanz des neuen Freizeitangebotes bei Kindern und bei Familien mit Kleinkindern zu beobachten ist. Und das entspreche genau den in den Sandstrand gesetzten Erwartungen, freuen sich die Stadträte.

Allerdings sei auch zu beobachten, dass sehr häufig Hundebesitzer den Sandstrand nutzen, um ihren Vierbeiner ins Wasser zu lassen. Hier sehen die Freien Wähler unter hygienischen Gründen einen Konflikt, den es zu beseitigen gilt. Selbst wenn die Hundebesitzer feste Hinterlassenschaften der Hunde mitnehmen, können sie nicht verhindern, dass die Hunde mit Urin ein Revier markieren; dies erscheint den Antragstellern nicht tolerabel. Hinzu kommt, dass Kinder sich nicht selten vor den Hunden fürchten und dass Hunde der Versuchung, beim Ballspiel von Kindern mitzumachen, manchmal nicht widerstehen können.

Nach Meinung der Freien Wähler sollen Hunde nicht am neuen Sandstrand, sondern an anderen Stellen im Neckar baden

Nach Meinung der Freien Wähler sollen Hunde nicht am neuen Sandstrand, sondern an anderen Stellen im Neckar baden

Sie verweisen auch darauf, dass nicht ohne Grund auf Spielplätzen ein Hundeverbot ausgesprochen ist; in die selbe Kategorie würden sie gerne auch den Sandstrand eingeordnet sehen. Auch bestehe nach der städtischen Polizeiverordnung innerorts Leinenpflicht, die zwangsläufig missachtet wird, wenn der Hund im Fluss badet und sich auf dem Sandstrand bewegt.

Für den Wunsch, dass Hundebesitzer ihr Tier ins Wasser lassen möchten, haben die Freien Wähler natürlich Verständnis. Sie verweisen darauf, dass es nach der Umgestaltung des Neckarufers unweit des Sandstrandes eine Stelle gibt, die ebenfalls gut geeignet ist, um Hunde in den Fluss zu lassen.


Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels
 


Kommentar schreiben

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.


Kommentar



Schauen wir die andere Seite an. Ich arbeite in einem Arztpraxis und wenn Sie wüssten, was dort sehen und riechen muss täglich, würden sie nicht mal einfach in Sand liegen. Viele Erwachsene neben die Kinder „markieren“ auch, nicht selten im Büschen. Und wer weiß, wann haben sie die letzte Bad genommen, aber in Wasser gehen sie doch. Es ist hart beschrieben, aber machen sie ein bisschen Gedanken darüber.
Es gibt so und soviel Hunde, und die meisten Hundebesitzer achten auf ihre Tiere. Die Hunde sind geimpft, entwurmt, und die sind keine ungepflegte Streuhunde. Die Hundebesitzer zahlen eine Menge Hundesteuer, was grösste Teil für Allgemeinheit, aber nicht für Hunde benützt wird. Rarität sind Hundestationen, Mülleimer und Hundestrände. Warum kann man nicht eine kleine Teil abgrenzen von Strand mit den nötigen Sachen für Hund? Wie gut das Rettungshunde, Suchhunde, Therapie Hunde gibt, Hunde sind Partner und kein Ungeheuer. Übrigens ein Hinweisschild für die sogenannte Stelle(wenn es nicht gefährlich ist, kein Srömung) wo Hunde baden dürften kostet auch nicht viel, würde von Hundesteuer reichen !
Auf Kinderspielplatz hat ein Hund nicht zu suchen, das ist im Ordnung.
Besitzt bei Freie Wähler niemand ein Hund ? Dann wäre vielleicht mehr Verständnis für Hundebesitzer. Mit freundlichen Grüßen K.Hafner mit Antonio (mein Hund)

 


Sehr geehrte Frau Hafner,

als langjähriger Hundebesitzer habe ich Verständnis für das Anliegen, Hunden das Baden und Spielen am und im Wasser zu ermöglichen.
Eigene Beobachtungen am ‚Sandstrand‘ haben mir jedoch gezeigt, dass es teilweise erhebliche Interessenkonflikte zwischen einerseits Familien mit Kindern und Strandbesuchern und andererseits Hundehaltern gibt.

Wir Freien Wähler wollen deshalb den ‚Sandstrand‘ für Hunde sperren lassen, da es in unmittelbarer Nähe des ‚Sandstrandes‘ eine weitere Zugangsmöglichkeit zum Wasser gibt. Auf diese Bademöglichkeit für Hunde möchten wir Hundehalter mit entsprechenden Hinweistafeln aufmerksam machen.

Ihre Anregung, dort auch die Aufstellung eines Tütenspenders und Abfallbehälters vorzusehen, nehme ich gerne auf.

Peter Großmann