Im Jahr 1967 wurde die Rohrbrücke über den Neckar von Neckargröningen zur Kläranlage Neckarrems in Betrieb genommen. Durch eines der beiden Rohre wird vom Eigenbetrieb der Stadt das Abwasser aus Neckargöningen zur Kläranlage auf der anderen Seite des Flusses gepumpt. Durch das zweite Rohr fließt in der Gegenrichtung Frischwasser, unter Anderem zum Wasserturm im Salonwald; dieses Rohr gehört der Landeswasserversorgung.

In die Jahre gekommen: die Rohrbrücke über den Neckar

In die Jahre gekommen: die Rohrbrücke über den Neckar

Anfang 2015 wird bekanntlich die Kläranlage Neckarrems ihren Betrieb einstellen und das bisher dort anfallende Abwasser aus Hochberg, Neckarrems und Neckargröningen wird ins Hauptklärwerk Stuttgart zur Reinigung gepumpt. Dazu muss in Zukunft das Abwasser den Neckar in der Gegenrichtung queren. Untersuchungen haben ergeben, dass eine Sanierung der Rohrbrücke für diesen Zweck aufwändiger wäre als der Bau eines so genannten Dükers. Hierfür wird der Neckar im Spülbohrverfahren etwa sieben bis zehn Meter unter dem Flussbett unterquert und in die Bohrung wird ein Rohr eingezogen. Mit demselben Verfahren wurde ja in diesem Jahr bereits die neue Abwasserleitung unter der Wasenstraße in Neckargröningen verlegt.

Auch wenn dann ab 2015 kein Abwasser mehr über die Rohrbrücke fließt, wird sie doch noch eine Weile gebraucht werden. Die Landeswasserversorgung konnte sich leider nicht entschließen, die Neuverlegung der Frischwasserführung in einer gemeinsamen Aktion mit der Stadt Remseck zu planen.


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