Zunächst wird jetzt die Stadtverwaltung mit dem Regierungspräsidium die möglichen Maßnahmen zur Verkehrsentlastung der Hauptstraße in Hochberg beraten, danach wird das Thema zur Beratung zurück in den Gemeinderat kommen.

Einfach wird das nicht werden, das hat der Bericht der Planungsgruppe Kölz in der letzten Gemeinderatssitzung gezeigt. Der Verkehr insgesamt hat nach den Zählungen im Jahr 2014 gegenüber 2007 leicht abgenommen, nämlich um 1000 bis 1500 Kfz/Tag an den Werktagen. An einem normalen Werktag wurde in den Zählperioden die Hauptstraße Hochberg von rund 13.300 Kfz/Tag befahren. Der Schwerlastverkehr ist aber gleich intensiv geblieben, was bedeutet, dass sich bei prozentualer Betrachtung sein Anteil erhöht hat.

Die Fachplaner könnten sich als Entlatungsmaßnahme für die Anwohner der Hochberger Hauptstraße ein Lkw-Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen vorstellen. Eine genaue Analyse lässt dadurch eine Entlastung von etwa 100 Lkw am Tag erwarten. Aber zur Ernüchterung mancher Gemeindräte waren die Planer der Ansicht, dass diese 100 in Hochberg wegfallenden Lkw-Durchfahrten zum größeren Teil dann auf die ohnehin überlastete Strecke von Hegnach nach Neckarrems und über die Neckarbrücke und zu einem kleineren Teil in die Ortsdurchfahrt Hochdorf verlagert würden.

So sieht die Prognose der Planer zur Verlagerung der Lkw bei einem Durchfahrtsverbot in Hochberg aus

So sieht die Prognose der Planer zur Verlagerung der Lkw bei einem Durchfahrtsverbot in Hochberg aus

Bezüglich der Schadstoff-Emissionen, die an der Hauptstraße wegfallen würden, entsprechen die 100 Lkw nach Aussage der Planer allerdings etwa 2000 Pkw (Faktor 20 zwischen Pkw und schwerem Lkw), vielleicht könnte dadurch die Grenzwert-Überschreitung beim Stickstoff-Dioxid beseitigt werden. Wir warten mit Spannung, was die Spezialisten des Regierungspräsidiums dazu meinen.

Ein ganz kleiner Trost für die Anwohner der Hauptstraße: in den nächsten Wochen soll die Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik umgerüstet werden. Daduch wird die Ausleuchtung wesentlich besser werden und die Gefahren für Fußgänger auf den schmalen Gehwegen werden reduziert. Insbesondere für die Schüler, die in den Hauptverkehrszeiten dort unterwegs sind, halten wir das für eine wichtige Sache.


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