Es ist nur ein sehr kleiner Teil der Remsecker Gemarkungen, der mit Wald bestanden ist. Gerade mal 40 Hektar entsprechend etwa zwei Prozent der Gesamtfläche weist der jüngste Bericht der Forstdirektion zur so genannten Forsteinrichtung als Wirtschaftswald aus. Immerhin ist die Fläche seit der letzten Erhebung im Jahr 2004 um 3,1 Hektar gewachsen – dank einer Gemarkungsänderung im gewann Altach in Hochberg. In Baden-Württemberg insgesamt bedeckt der Wald übrigens mehr als 30 Prozent der Fläche.

Interessant sind in Remseck die Baumartenanteile. Nadelwald spielt für die Waldwirtschaft gar keine Rolle, die dominierende Laubbaumart ist die Eiche mit 33 Prozent. Die Rotbuche hat einen verschwindend geringen Anteil von nur 2 Prozent, die Hainbuche bringt es auf 5 Prozent. Überdurchschnittlich hoch ist in den Remsecker Wäldern der Anteil der Esche mit 24 Prozent; im Landesdurchschnitt ist die Esche nur mit einigen wenigen Prozenten im Wald vertreten.

Und gerade hier könnte sich ein Problem entwickeln. Die Esche ist seit einigen Jahren in ganz Deutschland von einer neuartigen Erkrankung betroffen, dem so genannten Eschentriebsterben. Es wurde in Süddeutschland erstmalig im Jahr 2007 beobachtet und breitet sich seither an Eschen jeglichen Alters ungebremst aus. Der Verursacher der Baumkrankheit ist ein Pilz, der bewirkt, dass zunächst die Blätter welken, dann absterben und der zuletzt zum Absterben ganzer Äste führt und auch das Holz des Stammes schädigt.

Die abgestorbenen Äste der Esche drohen bei Sturm abzubrechen

Die abgestorbenen Äste der Esche drohen bei Sturm abzubrechen

Neben dem Verlust des Holzertrages ist mit der zunehmenden Erkrankung der Esche insbesondere eine erhöhte Gefahr von Astabbrüchen verbunden, so dass die Forstverwaltung entlang von Straßen in den letzten Wochen Eschen systematisch gefällt hat. Bleibt zu hoffen, dass sich der Schaden an den Eschen im Remsecker Wald in Grenzen hält.


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