Es war ein Mammutprogramm, das Verwaltung und Gemeinderat zu bewältigen hatten, bevor der Haushaltsplan 2016 der Stadt Remseck verabschiedet wurde. Insgesamt 29 Anträge und 61 Anfragen an die Verwaltung hatten die fünf Fraktionen gestellt. Vieles davon ist natürlich in der Berichterstattung untergegangen, deshalb sollen einige wenige Fragen der Freie Wähler-Fraktion hier aufgegriffen werden.

Uns war aufgefallen, dass das Statistische Landesamt (StaLa) für Remseck im Zeitraum bis 2025 einen Einwohnerzuwachs von 17,5 % von heute rund 25.000 auf dann 29.417 Einwohner prognostiziert hat. Die Nachprüfung hat unsere Erwartung bestätigt, dass hier eine Schwäche des Prognosesystems zu einem äußerst unrealistischen Ergebnis geführt hat. Das StaLa hatte nämlich den Einwohnerzuwachs aus den Jahren 2013 und 2014, in denen in großen Stil Neubürger in Pattonville zugezogen waren, einfach fortgeschrieben und so eine Prognosezahl erhalten, die um mehrere tausend Einwohner neben einer realistischen Einschätzung liegt!

Wir haben auch angefragt, wie sich die unterschiedliche Entwicklung der Teilnahme am Mittagstisch an den drei weiterführenden Schulen erklären lässt. Der Haushaltsplan geht nämlich davon aus, dass am Lise-Meitner-Gymnasium mit 726 Schülern die Einnahmen aus dem Mittagstisch von 65 T€ auf 75 T€ steigen, bei der Wilhelm-Keil-Gemeinschaftsschule mit 333 Schülern von 20 T€ auf 28 T€ steigen, bei der RS mit ihren 540 Schülern aber von 14 T€ auf 9 T€ fallen. Mit Blick auf die Tatsache, dass dort vor wenigen Jahren eine neue Mensa gebaut wurde, war das für uns nicht plausibel. Die Verwaltung hat auf unsere Anfrage mitgeteilt, dass sie die Entwicklung der Essensteilnahme an der Realschule mit Lehrern und Eltern diskutiert habe und man davon ausgehe, dass nach einem Wechsel des Caterers zum letzten Schuljahresbeginn eine Trendwende erreicht sei. Wir haben um Bericht zum Ende des Schuljahres gebeten.

Im Erdgeschoss des Anbaus ist die Mensa der Realschule untergebracht

Im Erdgeschoss des Anbaus ist die Mensa der Realschule untergebracht

Wir hatten auch unsere Sorge ausgedrückt, dass die Betreuung des Heimatmuseums in der Alten Schule in Neckarrems vernachlässigt werde. Die Verwaltung hat uns zugesagt, dass man bemüht ist, eine lebendige Museumslandschaft zu garantieren und dass man plane, zur Unterstützung bei dieser Aufgabe auch Ehrenamtliche zu gewinnen. Gerade auch mit Blick auf die Remstal-Gartenschau im Jahr 2019 wünschen wir uns hier einen schnellen Erfolg.

 


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