Die Stadt Remseck am Neckar hat als Schulträger die Aufgabe, insbesondere die räumlichen Voraussetzungen für gute Arbeit an allen Schulen zu schaffen; für die Versorgung der Schulen mit Lehrern ist hingegen das Land zuständig.

Aufgrund der historischen Entwicklung haben in Remseck die drei weiterführenden Schulen (Gemeinschaftsschule, Realschule und Gymnasium) unterschiedliche Standorte und sind mehrere Kilometer voneinander entfernt; von einem Campus mit mehreren Schulen, wie ihn andere Städte zum Teil haben, können wir hier nur träumen. Dort ist die Zuweisung von Räumen an die Schulen je nach Bedarf möglich, bei getrennten Standorten wird an jedem Standort eine Maximal-Ausstattung gewünscht.

Konkret hat in Remseck die Realschule in Pattonville seit der Realisierung des Anbaus vor einigen Jahren eine großzügige Raumbemessung, an der Gemeinschaftsschule am Standort Aldingen hingegen herrscht Raumnot; bei Änderung der Schülerströme kann sich das aber im Lauf der Jahre eventuell auch wieder ändern.

Deshalb hat die Freie Wähler-Gemeinderatsfraktion schon vor einigen Jahren die Idee eines „Schulverbundes“ zwischen Realschule und Gemeinschaftsschule, welche die grün-rote Landesregierung eingebracht hatte, begrüßt. Der Pferdefuss dabei war nur, dass der Schulverbund binnen weniger Jahre zu einer Gemeinschaftsschule entwickelt werden sollte. Das aber wollen wir nicht, weil uns eine selbständige Realschule neben der Gemeinschaftsschule wichtig ist. Der Verbund zwischen den Schulen hat für uns das vorrangige Ziel, die Nutzung der Ressourcen – also insbesondere der Schulräume – an beiden Standorten durch den Schulverbund gemeinsam zu organisieren und damit zu optimieren und damit die für den Schulträger wirtschaftlichste Lösung zu finden. Wir stellen uns ein „atmendes System“ vor, in dem die Schularten je nach Schülerzahlen Räume an den beiden Standorten nutzen.

An die Realschule Remseck in Pattonville wurden vor wenigen Jahre Klassenräume und eine Mensa angebaut

An die Realschule Remseck in Pattonville wurden vor wenigen Jahre Klassenräume und eine Mensa angebaut

Wir haben dann auch die Podiumsdiskussion mit den Landtagsbewerbern im vergangenen Februar genutzt, um das Thema erneut aufzugreifen. Der damalige Fraktionsvorsitzende der Landtags-SPD, Claus Schmiedel, hat der Stadt nach Rücksprache mit dem Kultusministerium mitgeteilt, ein dauerhafter Schulverbund sei nicht nur möglich, sondern gar zu befürworten, da hierdurch auch die Lehrerversorgung vereinfacht werde und beide Schularten einen fachlichen Gewinn hätten.

Die Freie Wähler-Gemeinderatsfraktion hat nun beim Oberbürgermeister den Antrag gestellt, dieses Thema förmlich und mit einem Gemeinderatsbeschluss unterstützt an das „neue“, jetzt von der CDU geführte Kultusministerium heranzutragen. Wir hoffen auf möglichst kurzfristige Klärungen, um belastbare Grundlagen für die Schulentwicklung in Remseck und für eventuell notwendige Baumaßnahmen zu haben.


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