Innenentwicklung statt der Bebauung von Freiflächen am Ortsrand, diesem Motto haben sich sowohl die Landespolitik als auch die Kommunen verschrieben. Auch in Remseck am Neckar ist das seit fast 20 Jahren in den Leitsätzen zur kommunalen Entwicklung festgeschrieben. Konkrete Projekte wurden jüngst zum Beispiel in Aldingen an mehreren Stellen entlang der Cannstatter Straße realisiert.

Ein aktuelles Beispiel ist in Neckarrems an der Dorfstraße zu besichtigen. Mehrere kleine und überalterte, großenteils schon länger leer stehende Häuser wurden in den letzten Wochen abgerissen. So wurde mitten im Ort Platz geschaffen für ein Neubauvorhaben, bei dem zwei örtliche Bauträger modernen, altersgerechten Wohnraum für rund 50 Menschen schaffen werden.

In der Dorfstraße in Neckarrems entsteht nach dem Abriss mehrerer kleiner, alter Häuser moderner Wohnraum für rund 50 Menschen

In der Dorfstraße in Neckarrems entsteht nach dem Abriss mehrerer kleiner, alter Häuser moderner Wohnraum für rund 50 Menschen

Zwei weitere Projekte wurden vom Gemeinderat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause auf den Weg gebracht. In Neckargröningen bestehen private Bauplanungen im Baublock zwischen Wasenstraße und Martinstraße, in Aldingen hat ein Bauträger ein großes, bisher extensiv bebautes Grundstück am Goldbergweg erworben und hat beantragt, dort verdichtet zu bauen.

In beiden Fällen ist es der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat wichtig, dort die städtebauliche Entwicklung planerisch zu steuern. Deshalb wurde für beide Plangebiete (vgl. letztes Amtsblatt) eine Veränderungssperre erlassen und die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. In diesem geordneten städtebaulichen Verfahren ist es einerseits möglich, durch qualifizierte Planer einen zeitgemäßen Rahmen für neue Projekte zu schaffen, andererseits hat aber auch die Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich mit Bedenken und Anregungen an den Planungen zu beteiligen. Und erfahrungsgemäß sind es natürlich in erster Linie die direkten Anwohner, die an den neuen baurechtlichen Festsetzungen das größte Interesse haben.

Dass die Neubebauung zwar in die Umgebung eingepasst werden muss, aber gleichzeitig eine größere Wohndichte haben muss als der Altbestand, ist für die Freie Wähler-Gemeinderatsfraktion unstrittig. Nur so haben wir die Chance, einerseits der immensen Nachfrage nach Wohnraum durch Zuzüge in der Region Stuttgart zu begegnen und andererseits den wachsende Flächenansprüchen der Wohnungsinhaber gerecht zu werden.

Wir wünschen uns, dass die beiden oben genannten Bebauungsplanverfahren zügig abgewickelt werden können, so dass für die potenziellen Bauherren und Wohnungsbesitzer keine unzumutbaren Verzögerungen entstehen.


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