Der Gemeinderat hatte auf Antrag der Freie Wähler-Fraktion am 27.01.2015 mit 19 Ja-Stimmen bei drei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen beschlossen, in die Planung eines Ärztehauses bzw. Gesundheitszentrums in der „Neuen Mitte“ konkret einzusteigen. Seit Jahren wird in der Remsecker Kommunalpolitik einerseits die negative Entwicklung der ärztlichen Versorgung beklagt, andererseits aber auch immer wieder die „Neue Mitte“ als Standort eines Ärztehauses ins Gespräch gebracht. Die Lage eines Ärztehauses (im heutigen Sprachgebrauch auch immer wieder als Gesundheitszentrum bezeichnet) unmittelbar beim geplanten neuen Rathaus halten wir für strategisch günstig.

Die Freie Wähler-Fraktion hat dann mit einem Antrag vom 25.06.15 einen weiteren Vorschlag gemacht und beantragt, dass die Stadtverwaltung die Möglichkeiten zur Bildung einer „Ärztegemeinschaft Remseck am Neckar“ prüft und dem Gemeinderat über das Ergebnis zeitnah berichtet. In einer Ärztegemeinschaft arbeiten Allgemeinmediziner und Fachärzte in sogenannten Zweitpraxen, quasi Filialen ihrer Stammpraxen. Aktivitäten hierzu gab es aus unserer Sicht leider nicht.

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Idealer Weise sollte man nach Ansicht der Freien Wähler in Remseck beide Entwicklungen, nämlich die Planung von Baulichkeiten und die Belegung dieser Räumlichkeiten, zum Beispiel durch eine Ärztegemeinschaft und die Konzeption des dafür erforderlichen Raumprogramms parallel betreiben. Die Idealvorstellung der Freien Wähler wäre, dass in einem Neubau in der Nähe des neuen Rathauses sowohl Allgemeinärzte als auch verschiedene Fachärzte angesiedelt sind sowie sonstige Dienstleistungen rund um die Gesundheit (Apotheke, Physiotherapie usw.) angeboten werden und mit öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln leicht erreichbar sind.

Seit längerer Zeit halten wir eine Aktivität der Stadt Remseck am Neckar zur Sicherung der ärztlichen Versorgung ihrer Einwohnerinnen und Einwohner für dringend erforderlich. Deshalb haben wir jetzt den Oberbürgermeister erneut angeschrieben und ihn gebeten, kurzfristig die von uns gemachten Vorschläge mit von uns vorgeschlagenen kompetenten Vertretern der Ärzteschaft zu diskutieren und dem Gemeinderat im Februar oder März 2017 über die Ergebnisse zu berichten.


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