Der Stadtbahn-Gipfel im Ludwigsburger Landratsamt war eine ernüchternde Angelegenheit, die Presse hat ja ausführlich darüber berichtet. Anstatt uns einem Konsens zwischen Landrat Dr. Rainer Haas und dem Ludwigsburger Oberbürgermeister Werner Spec näher zu bringen, hat die Veranstaltung die Fronten zwischen den Protagonisten nach unserer Beurteilung eher verhärtet.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ludwigsburg will keine Schienen in der Innenstadt, sondern setzt auf die so genannten BRT-Busse; die Variante, diese Busse später durch eine Niederflur-Stadtbahn abzulösen, hört sich für uns immer mehr wie ein Lippenbekenntnis an; der Redebeitrag des Ludwigsburger CDU-Fraktionschefs Klaus Herrmann bei der Veranstaltung hat das bestätigt.

Die Freie Wähler-Gemeinderatsfraktion in Remseck wirft deshalb aber die Flinte noch nicht ins Korn. Wir sind der Meinung, dass für Remseck – ganz besonders für den Stadtteil Pattonville, aber auch für Aldingen, die Verlängerung der Stuttgarter Stadtbahn von der Haltestelle Hornbach über Pattonville zum Bahnhof Ludwigsburg eine absolut notwendige und auch sinnvolle Maßnahme ist. Deshalb bleiben wir auch nach dem gescheiterten ÖPNV-Gipfel im Landratsamt im Gespräch mit den Freie Wähler-Fraktionen der Nachbarstädte, um mögliche Kompromisse auszuloten.

Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler: Peter Großmann, Jens Kadenbach, Peter Bürkle, Isabel Eisterhues, Jürgen Geiger, Rainer Plessing, Gerhard Waldbauer

Beim Thema Straßenverkehr, das für Remseck auf Grund seiner geografischen Lage ein noch größeres Problem darstellt als der ÖPNV, hoffen wir Freien Wähler im nächsten Schritt auf den Beschluss des Regionalverkehrsplanes in der Verbandsversammlung am 18.07.18. Wir gehen davon aus, dass der Plan erneut die Notwendigkeit des Nordostringes Stuttgart bestätigen wird. Mit diesem Beschluss und der bereits früher erfolgten Aufnahme dieser überörtlichen Straßenbaumaßnahme in den Bundesverkehrswegeplan sollte es dann gelingen, endlich wieder in konkrete Planungen durch das Land und in die Abstimmung mit den beteiligten Städten einzusteigen. Wir meinen, wenn auf allen Seiten die Bereitschaft zum Kompromiss besteht, sollte eine einvernehmliche Lösung möglich sein.


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